Donaubrückenausbau in NÖ umstritten
Massive Kritik an Ausbauplänen

Von links:  Alexander Schnabl, Johann Schlöglhofer,  Johannes Lugmayr, Alexander Weprek
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Kritik der Anrainergemeinden Ennsdorf, St. Pantleon-Erla und St. Valentin am Donaubrückenausbau vom FBÖ Bezirk Amstetten aufgegriffen.
AMSTETTEN: Nachteile für ihre Gemeinden aus der derzeit bevorzugten Ausbauvariante der Zubringer zur neuen Donaubrücke befürchten die Gemeinderäte Alexander Weprek, Ennsdorf, Johann Schlöglhofer, St. Pantaleon-Erla und Johannes Lugmayr, St. Valentin, dar. Die Unzufriedenheit  ist groß, und wird auch durch Wahrnehmung des Verhaltens der Zuständigen beim Land NÖ befeuert. Jetzt sei der Zeitpunkt einen Schulterschluss aller Leidtragenden dieser Politik des Landes zu forcieren, erläuterte der Landesgeschäftsführer-Stv. der FPÖ, Alexander Schnabl.

Bevorzugte Ausbauvariante in der Kritik

Mehrere Vorschläge zur Trassenführung und zum Ausbau der Zubringer zur neuen Donaubrücke liegen vor. Einer dieser Pläne, die Variante 12, wird vom Land NÖ verfolgt und stößt auf massive Kritik seitens der betroffenen Anrainergemeinden. Durch das zu erwartende höhere Verkehrsaufkommen seien Staus bei dieser Trasse vorprogrammiert. Engstellen und Problemzonen (wie zu kleine Kreisel) wären nicht hinreichend bedacht. Weiters sei sie unwirtschaftlich, weil unter anderem die geplante wirtschaftliche Entwicklung der Anrainergemeinden nicht bedacht sei. In diesem Zusammenhang wurde auch noch eine Autobahnanbindung gegenüber dem ÖMV Gelände ins Gespräch gebracht. Diese sei für die wirtschaftliche Entwicklung unabdingbar.

Rückbauten und Planungsfehler

Rückbauten von erst vor kurzem in Betrieb genommenen Streckenteilen und andere, in etwa fünf Jahren, notwendige Nachjustierungen werden kritisiert. Zudem seien mögliche Planungsfehler erkennbar. Etwa der Bypass beim Kreisel Ennsdorf – wo vier ankommende Spuren in zwei Spuren zusammengeführt werden müssen.  Ampeln seien geplant, ein Konzept, das sich schon in der Vergangenheit als untauglich erwiesen habe. Auch werde die Einbindung der Bahn nicht ersichtlich, wodurch die Frage im Raum steht, ob auf diese vergessen wurde. Letztlich sei fraglich, ob der Hochwasserschutz bei der Anbindung der Brücken am südlichen Donauufer genügend Eingang in die Planungen fände.

Gemeinderat Weprek erläutert seine Bedenken
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Variante 11 die bessere Lösung

Dagegen spräche viel für die Variante 11 der Trasse, die von den Anwesenden präferiert wird. Neben einer deutlichen Verkehrsentlastung wird auf die Ressourcenschonung – etwa durch den vorgeschlagenen Tunnelabschnitt – und den geringeren Verlust an landwirtschaftlich nutzbarer Fläche verwiesen. Nach Meinung der Beteiligten handele es sich darüber hinaus um die kürzeste Anbindung von und nach Mauthausen. Auch die mögliche Entstehung eines nachhaltigen Wirtschaftsraumes durch diese Trasse wird ins Feld geführt.

Keine Transparenz der Planung

Fehlende Verhandlungen mit Grundeigentümern, mangelhafte Einbindung der Anrainer, der Landwirte und der Bürgerinitiativen: Argumente, die als Beleg für fehlende Transparenz und Kommunikationsbereitschaft vorgebracht werden. Der mangelnde Wille, sich mit den Bürgern auseinander zu setzen wird beklagt. Bislang habe kein Besuch des zuständigen Landesrates Schleritzko bei den Beschwerdeführern stattgefunden. Kommunikation in der Sache finde derzeit nur auf der Ebene eines Jour-Fix zwischen Land, Gemeindevertretern und Bürgerinitiativen statt. Laut GR Lugmayr: „Eine Veranstaltung, bei der präsentiert wird, was das Land plant, und bei der Fragen nicht oder nicht hinreichend beantwortet werden .“

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