Bianca Schall Gesamtzweite im Slalom

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ASTEN, KRONSTORF. Für das Finale des Wasserski World Cups wurde eine spezielle Anlage auserkoren. Die Anlage in Beckum (GER) geht nicht gegen den Uhrzeigersinn, wie alle anderen weltrekordtauglichen Anlagen und der Slalomkurs besteht aus nur vier Bojen anstatt der üblichen sechs Bojen. Somit mussten alle Läufer ihren gewohnten Bewegungsablauf beim Slalom spiegelverkehrt abrufen, was sich als nicht sehr einfach erwies, da man durch jahrelanges Training genau diesen Ablauf zu perfektionieren versuchte.

Die Schall-Sisters Bianca und Nadine und ihr Teamkollege Thomas Paulmair stellten sich dieser Herausforderung mit nur einem Training um sich mit den neuartigen Bedingungen dieser außergewöhnlichen Anlage Vertraut zu machen. Den Schwestern gelang es äußerst gut, da sich Bianca mit Platz zwei und Nadine mit dem dritten Platz für das Slalomfinale qualifizierten. Im Finale fiel die Entscheidung über die Medaille äußerst knapp und nicht zu Gunsten der Schwestern aus. Die Weißrussin, die diese Anlage bereits gut kannte, gewann den Slalom mit 4 Bojen am 11m-Seil vor einer Deutschen, die mit 3,25 Bojen knapp vor den Schall-Sisters am zweiten Platz landete. Bianca und Nadine fuhren beide 3 Bojen am 11m-Seil, aber durch das Vorlaufergebnis wurde Bianca dritte und Nadine landete auf den undankbaren vierten Platz. In der Gesamtwertung der World Cup Tour platzierte Bianca sich auf den zweiten Platz hinter der Deutschen Jana Wittenbrock. "Ich wollte heute unbedingt gewinnen, damit ich mir den World Cup Gesamtsieg sichern hätte können, aber ich habe es leider nicht ganz umsetzen können. Ich bin trotzdem sehr zufrieden mit meiner Gesamtleistung bei der World Cup Tour" erzählt Bianca Schall.

Die in der Gesamtwertung zuvor drittplatzierte Nadine wurde aufgrund des Sieges der Weißrussin bei diesem Tour Stop knapp auf den vierten Platz verwiesen. Im Springen kam Bianca ebenfalls gut mit der Anlage zurecht und sprang sich auf den dritten Platz hinter den starken Weißrussinnen. Die 26-Jährige sicherte sich somit auch Platz drei im Springen in der World Cup Gesamtwertung. Thomas Paulmair lieferte an dieser Anlage extrem gute Ergebnisse ab. Mit drei weiteren Läufern kämpfe er am kurzen 9.75m-Seil um die Podiumsplätze. Der 20-Jährige musste sich jedoch knapp von den zwei Deutschen und dem Sieger aus Israel geschlagen geben. "Es war eine wirklich interessante Erfahrung einmal an einem Lift zu fahren, der verkehrt herum läuft. Wir hatten kaum Training hier, daher bin ich wirklich happy mit meinem Ergebnis" freut sich Paulmair.

Autor:

Andreas Habringer aus Enns

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