Mountainbike Marathon Schweiz
hoch – höher – GRAND RAID

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Hallo

Als ich vor 3 Jahren mit Sportograf beim Roc d`Azur in Frankreich mitfahren durfte begann eine wunderschöne „Sucht“, die bis heute anhält.. Seit dem bin ich ständig auf der Suche nach neuen, extremen und außergewöhnlichen Rennen in einer wunderschönen Landschaft.. Sehr oft frage ich deshalb ausländische Fahrer ob sie einen Tipp für mich hätten und fast genau so oft habe ich gehört, den GRAND RAID musst du einmal fahren..

Letzten Donnerstag um 3 Uhr morgens startete unsere Auto-Anreise über 850 Kilometer.. Rechtzeitig zum Mittagessen waren wir im traumhaften Startort Verbier auf über 1500 Metern Meereshöhe in der Schweiz angekommen.. Natürlich gab`s für mich gleich einmal ein typisch schweizerisches Essen: RÖSTI.. ;) Im Anschluss gab es eine lockere Bike-Einheit um die Füße wieder in Schwung zu bringen nach der 9-stündigen Autofahrt..

Am Freitag musste ich dann 45 Minuten mit dem Auto zur Startnummernabholung fahren.. Dort wurde auch mein Bike durchgecheckt und ich konnte mit dem Veranstalter ein tolles Gespräch führen – ab 2020 gibt es eine tolle Zusammenarbeit mit der Salzkammergut-Trophy.. :)

Um 06:30 erfolgte schließlich am Samstag der Startschuss und über 700 Sportler aus der ganzen Welt machten sich auf die 125 Kilometer lange Strecke mit 5025 Höhenmetern.. Gleich zu Beginn ging es einmal 600 Höhenmeter hinauf auf 2200 Meter.. Dort oben folgte eine flowige Abfahrt auf einen Trail.. Unten angekommen ging es natürlich sofort wieder bergauf, denn bei so vielen Höhenmetern auf so „wenig“ Kilometern kann es nicht viele flache Teilstücke geben.. Insgesamt teilten sich die über 5000 Höhenmeter auf vier lange Anstiege auf, diese waren alle – bis auf den letzten – nicht zu steil, so dass man immer einen guten Rhythmus fahren konnte.. Das spezielle an dieser Strecke ist mit Sicherheit auch, dass man immer wieder auf technisch sehr anspruchsvollen Trails unterwegs ist, wo man aufpassen muss, dass man nicht auf der Nase liegt.. Einzigartig ist auch der – wenn man so ein Glück mit dem Wetter hat wie wir – Ausblick auf die umliegende Bergwelt, denn wo sonst hast du bei einen Marathon eine Sicht auf einige 4000er mit Gletscher inklusive.. Ich liebe die Berge und deshalb war das schon etwas ganz besonders, man bewegt sich das ganze Rennen zwischen 1300 und 2800 Metern Meereshöhe..
Am letzten Berg macht man nicht nur über 1500 Höhenmeter am Stück sondern die letzten 300 davon wird`s so steil, dass man sein Bike schieben darf – NEIN nicht auf einer Forststraße, diese gibt es dort oben nicht, sondern auf einen Wanderweg.. Zur Belohnung gibt`s oben auf 2800 Metern dann eine unglaubliche Stimmung, jeder schreit dich an und es geht die letzten 10 Kilometer so gut wie nur mehr bergab in`s Ziel.. Dort konnte ich leider keine Jubel-Haltung einnehmen, zum einen war ich komplett am Ende meiner Kräfte und zum anderen waren meine Finger von der letzten holprigen Abfahrt so verkrampft am Lenker, dass ich sie nicht mehr so leicht bewegen konnte.. Trotzdem war die Freude riesig als ich nach 7 Stunden und 30 Minuten als 48. von über 700 Startern die Ziellinie überquerte!!!

Die Besetzung war unglaublich stark, wenn man bedenkt, dass Sportler die vor ein paar Jahren noch zu den besten der Welt gehörten es gerade unter die Top20 schafften.. Deshalb bin ich mit meiner Leistung auch zufrieden, es gibt sicherlich einige Punkte die ich noch besser machen kann und deshalb werde ich wieder kommen – mein persönliches Ziel: einmal unter 7 Stunden zu finishen.. :)

Jetzt freue ich mich auf ein paar Tage Ruhe zu Hause und dann freue ich mich schon wieder voll auf den nächsten Klassiker im Norden von Europa.. ;)

ride on Lukas

Autor:

Lukas Kaufmann aus Enns

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