Recycling-Großprojekt
Bernegger: 20-Hektar-Rohstoffpark im Ennshafen geplant

Das bestehende Werk im Ennshafen, links im Bild die Hochsiloanlage, soll um fünf neue Anlagen zum 20-Hektar-Rohstoffpark erweitert werden.
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  • Das bestehende Werk im Ennshafen, links im Bild die Hochsiloanlage, soll um fünf neue Anlagen zum 20-Hektar-Rohstoffpark erweitert werden.
  • Foto: BezirksRundschau
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Zuwachs könnte es bald im Ennshafen geben: Die Firma Bernegger plant einen großen Rohstoffpark. Das Projekt wurde bereits zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) eingereicht.

ENNS (up). Die in der Bauwirtschaft, Rohstoffindustrie und Umwelttechnik tätige Firma mit Hauptsitz in Molln beschäftigt laut Eigenangaben mehr als 700 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten. Im seit 2004 bestehenden Werk im Ennshafen werden Abfälle aus Gewerbe, von Privaten und aus Bauvorhaben der öffentlichen Hand behandelt.

Weniger Müll soll auf Deponie

Im neuen Rohstoffpark sollen auf einer Fläche von gesamt rund 20 Hektar die bestehenden Anlagen erweitert sowie fünf neue Werksteile errichtet werden. "Unser Ziel ist es, Rückstände noch besser aufzubereiten, damit nicht so viel auf die Deponie geht. Gewisse Stoffe wie Edelmetalle lassen sich noch herausholen", erklärt Firmenchef Kurt Bernegger. Derzeit werden zum Beispiel in der Schredderrückstandsaufbereitungsanlage (SRA-Anlage) Rückstände aus Schredderanlagen behandelt, die von Altautos oder Elektrogeräten stammen. Daraus gewinnt man Metalle und Kunststoffe.
"Der Rest geht auf die Deponie oder in die Verbrennung. Es sind aber immer noch Metalle wie Kupfer, Eisen, Silber oder Gold enthalten, die wir mit der neuen 'Thermischen Metallgewinnung' herausholen können. So halten wir die Metalle in der Region. Das ganze Projekt ist ein Meilenstein der Recyclingwirtschaft", erklärt Rohstoffpark-Projektleiter Christian Mlinar. Die Rahmenbetriebszeiten werden mit 0 bis 24 Uhr an 365 Tagen im Jahr beantragt. Von aktuell 55 Beschäftigten will man bei Vollauslastung auf bis zu 180 Personen aufstocken. Derzeit läuft die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Nach Rechtskraft des UVP-Bescheides soll der Ausbau innerhalb von längstens 15 Jahren in Etappen erfolgen.

Genehmigt: 859 Lkw pro Tag

Beschwerden fürchtet man nicht: "Die Anrainer sowie die Standort- und Anrainergemeinden sind von uns informiert worden. Sie brauchen weder zusätzlichen Lärm noch Geruch zu befürchten. Wir beantragen auch keine Erweiterung des Lkw-Verkehrs. Es wird kein einziger Lkw mehr fahren, als jetzt schon fahren dürfte. Je mehr Anlagen wir haben, desto weniger Lkw brauchen wir aufgrund der Synergieeffekte", meint Mlinar. Außerdem wolle man Schiff und Bahn nutzen. Genehmigt sind derzeit 859 Lkw pro Tag.
Mlinar: "Das Projekt ist für den Standort ideal. Die Rohstoffe sind regional verfügbar, die nächsten Nachbarn sind rund 500 Meter weit weg, das Gebiet ist gewidmet und das Projekt wird von der Stadt Enns zu 100 Prozent mitgetragen." 

Projektunterlagen einsehen

Bis einschließlich 24. Mai können die Projektunterlagen mit näheren technischen Einzelheiten auch am Ennser Stadtamt sowie auf der Ennser Online Amtstafel unter "Bauangelegenheiten" eingesehen werden.

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So geht es weiter

Zum nächsten Bericht:
Bürgerinitiative macht gegen geplanten Rohstoffpark mobil

Das bestehende Werk im Ennshafen, links im Bild die Hochsiloanlage, soll um fünf neue Anlagen zum 20-Hektar-Rohstoffpark erweitert werden.
Das bestehende Werk im Ennshafen, links im Bild die Hochsiloanlage, soll um fünf neue Anlagen zum 20-Hektar-Rohstoffpark erweitert werden.

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