Arbeitslos über 50
Mehr Chancen für Ältere

Ältere Arbeitnehmer punkten mit Berufs- und Lebenserfahrung.
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REGION (up). "Seit Februar 2018 sinkt auch bei der Gruppe 50 plus die Zahl der Arbeitslosen. Daraus sehen wir, dass sich das Einstellverhalten der Betriebe langsam ändert und Ältere durchaus auch wieder Chancen haben", weiß Karl Steininger, Leiter des Arbeitsmarktservice (AMS) Traun. Die besten Aussichten bestünden im Lebensmittelhandel, im Fachhandel und in der Gastronomie.
Was älteren Arbeitnehmern oft die Suche erschwert, seien Vorurteile. "Die Annahme, alle Älteren wären kränklich, schlecht motiviert oder unzuverlässig, hält einer Prüfung nicht stand", sagt Steininger. Und: "Die Aktualität von Ausbildungen und die Bereitschaft zur Weiterbildung sind eine weitere Problemzone, bei der nur Aufklärung und Information auf beiden Seiten hilft. Ältere Mitarbeiter gelten häufig als Querköpfe, die an die Führung höhere Ansprüche stellen."
Doch wer es schaffe, diese "Querköpfe" in die Belegschaft zu integrieren, gewinne neben der Geschwindigkeit der Jungen das Wissen und die Erfahrung der Älteren.

AMS unterstützt bei Lohnkosten

Das AMS unterstützt mit Lohnkostensubventionen die Einstellung Älterer in die Betriebe. "Bei der Fortbildung gibt es umfassende Möglichkeiten für Personen über 50, die noch in Beschäftigung stehen und von Arbeitslosigkeit bedroht sind. In der Praxis geht es häufig um digitale Kompetenzen oder Sprachausbildungen", weiß der AMS-Leiter. "Die Wirtschaft lässt noch immer so manches Potenzial liegen, da es nach wie vor gegenüber Älteren Klischees und Vorurteile gibt. Das Thema Fachkräftemangel und demografische Entwicklung zwingen uns, die Ressource Ältere neu zu überdenken und Grenzen in den Köpfen aufzulösen. Natürlich richtet sich diese Forderung auch an die Älteren selbst, wenn es um die Bereitschaft geht, noch einmal in Lernprozesse einzusteigen. Respektvoller Umgang ist der erste Schritt für neue und realistische Perspektiven", sagt Karl Steininger.

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