19.10.2016, 14:48 Uhr

Was wirklich effektiv gegen Lausbefall hilft

Apotheker Andreas Hoyer aus St. Valentin
ST. VALENTIN. Wie jedes Jahr kurz nach Schulbeginn tritt bei Kindern vermehrt Lausbefall auf. Dieses Übel schreckt auch vor sauberen und gepflegten Kinderköpfen nicht zurück. Erstes Anzeichen eines Befalls ist meist Juckreiz, denn Kopfläuse saugen mehrmals Blut aus der Kopfhaut. „Vielen Menschen läuft beim Thema Läuse ein kalter Schauer über den Rücken und vielfach juckt es unwillkürlich am Kopf“, erzählt Andreas Hoyer, Apotheker aus St. Valentin. Er ist seit vielen Jahren ein kompetenter Ansprechpartner, wenn es um das Problem Lausbefall geht.

„Läuse können weder springen noch fliegen, sind aber gute Kletterer und turnen von Haar zu Haar. Eine Ansteckung ist nur durch direkten Kontakt möglich. Dies kann schon in Garderoben, wo Kappen und Jacken nebeneinander liegen, passieren“, so der Apotheker. Läuse lieben es kühl, bei null Grad können sie sogar bis zu zehn Tage hungern, bei 30 Grad nur zwei Tage. Auch Wasser stört sie nicht sonderlich, in 30 bis 37 Grad warmen Wasser ertrinken Läuse erst nach vier bis sechs Stunden. Läuse sind etwa drei Millimeter lange, graue oder hellbraune Insekten mit drei Beinpaaren und können bis zu drei Wochen alt werden.

„Als Vorbeugung eignet sich ein Lavendelspray oder ein Weidenrindenshampoo aus der Apotheke hervorragend.“ Und wenn Kinder bereits Läuse haben, sollten Eltern unbedingt die Apotheke aufsuchen. Hauben, Schals, Handtücher, Bett- und Leibwäsche sollte bei 60 Grad gewaschen werden. Kuscheltiere und was nicht gewaschen werden kann sollte man in einem Plastikbeutel für 24 bis 48 Stunden in den Tiefkühler legen.
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