17.11.2017, 09:02 Uhr

Zahl der Diabetiker steigt rasch an

ENNS, ASTEN. Die Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus, insbesondere Diabetes Typ 2, nimmt weltweit und auch in Österreich unverändert zu. Nicht rechtzeitig behandelt zieht die Diabetes-Erkrankung Blutgefäße in Mitleidenschaft und erhöht auch das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung und Übergewicht gelten als Hauptursachen für eine Diabetes-Erkrankung. Bei Melita Riepl aus Asten wurde 1995 zufällig bei einem Krankenhausaufenthalt Diabetes Typ I festgestellt. „Nach der Diagnose Diabetes ist es ganz wichtig, dass man die Krankheit akzeptiert und lernt, damit umzugehen“, erklärt die 57-Jährige, die regelmäßig die Selbsthilfegruppe für Diabetiker in Enns besucht und dort auch im Vorstand mitarbeitet. Die Selbsthilfegruppe wurde 2003 gegründet und hat heute 46 Mitglieder. Die Gruppe trifft sich jeden dritten Donnerstag im Monat um 18.30 Uhr im Union Sportzentrum Enns, Dr.-Hubert-Schillhuber-Weg 2. „Mir haben diese Treffen sehr geholfen und ich kann sie jedem nur empfehlen. Es ist nicht nur, dass man durch den Gedankenaustausch noch viel mehr über diese Krankheit erfährt, sondern man befindet sich unter Gleichgesinnten und alle haben ähnliche Probleme. Wir laden zu unseren Vorträgen auch immer wieder Ärzte, Therapeuten, Buchautoren oder sonstige Spezialisten, die für Diabetiker wichtig sind, ein und machen auch zum Beispiel Kochkurse, Ausflüge und Reisen zusammen“, erzählt die zweifache Mutter und dreifache Großmutter begeistert. Die Krankheit Diabetes kann zwar nicht geheilt werden, aber durch eine vernünftige Ernährung, körperliche Aktivität, regelmäßige Arztbesuche und Selbstkontrollen sowie durch eine medikamentöse Therapie wirksam behandelt werden.
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