21.10.2016, 13:26 Uhr

Oliver Twist - Standing Ovations im Theater Sellawie

Patrick Paukner als Charley Bates und Kim Pascal Alexander Ban als Oliver Twist
ENNS. Tosenden Applaus und minutenlange Standing Ovations gab es bei der Premiere des Theaterstücks Oliver Twist für die Schauspieler des Theater Sellawie im Kellergewölbe des Schlosses Ennsegg.

Herbert Walzl, Gründer und Obmann des Theater Sellawie, übernahm die Produktionsleitung und Regieassistenz und holte mit Sebastian A.M. Brummer einen etablierten österreichischen Schauspieler, Autor und Regisseur, der für die Regie und Stückfassung verantwortlich zeichnete.

Der im Jahre 1837 erschienene Roman des englischen Autors Charles Dickens erzählt die berührende Geschichte eines Waisenjungen auf der Suche nach Liebe, Hoffnung und Vertrauen. Sebastian A.M. Brummer versetzt die Geschichte, die ursprünglich im Elend der viktorianischen Epoche Englands spielte, in die 1970er Jahre. In eine Zeit des Umbruchs, der Krisen, Kriege und der Rebellion.

Hat man sich einmal an die schrillen Töne und Auftritte am Anfang der Geschichte gewöhnt, nimmt einen das Stück mit auf eine wunderbare Reise, auf der Oliver Twist immer wieder Enttäuschungen, Verletzungen und Rückschläge hinnehmen muss aber auch Hilfsbereitschaft, Zuneigung und letztendlich eine eigene Familie finden konnte.

Die verschiedenen Szenen im Kellergewölbe wurden mit einfachen Mitteln einfühlsam und authentisch dargestellt. Besonders erwähnenswert sind aber vor allem die schauspielerischen Leistungen. Der erst 14jährige Kim Pascal Alexander Ban in der Hauptrolle als Oliver Twist und der ebenfalls junge Patrick Paukner als Charley Bates überzeugen ebenso wie Mario Bramberger als Fagin oder Thomas Zimmermann als Bill Sikes. Nicht zu vergessen die Leistungen von Antoinetta Hintringer als Nancy und Gerhard Becker als Mr. Brownlow.

Ein zeitloses Märchen für Jung und Alt, in dem der Stellenwert und die Wichtigkeit der Institution Familie heraus gehoben wird. „Familie heißt verzeihen. Zu verzeihen, heißt, zu lieben“, schreibt Sebastian A.M. Brummer selber über das Stück und hofft, dass viele kommen werden und gemeinsam mitfiebern bei der Suche nach Liebe, Hoffnung und Glück.

Wer dabei sein will, sollte sich rasch Karten unter karten@sellawie besorgen. Zu sehen ist das Stück jeweils freitags bis sonntags noch bis 13. November.
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