16.03.2017, 07:30 Uhr

Ewald Stefan: "Tattoos gut überlegen"

"Beim ersten Tattoo rate ich von sichtbaren Stellen ab", sagt Ewald Stefan, Inhaber des Red Devil Tattoo Studios in Enns. (Foto: ukka63/Fotolia)

Wichtiger als Trends sind für den Ennser Tätowierer vom Red Devil Tattoostudio Ewald Stefan Motive und Körperstellen.

ENNS (km). "Von Trend-Tattoos halte ich nicht viel", erklärt Ewald Stefan, Inhaber des Red Devil Tattoo Studios in Enns. "Jeder Kunde sollte sich das tätowieren lassen, was ihm gefällt – egal ob es im Trend liegt." Wichtig sei vor allem die Motivwahl, weil im Gegensatz zum Trend das Tattoo ein Leben lang hält, so Ewald. "Wir stechen bei uns im Studio reine Einzelstücke. Wenn jemand mit einer Vorlage aus einem Tattoo-Magazin kommt, dass schon tätowiert wurde, mache ich das nicht.“ Vor allem jene, die sich zum ersten Mal tätowieren lassen, sollten sich Gedanken über den künftigen Körperschmuck machen. "Man sollte sich gut überlegen, was und an welcher Körperstelle man sich ein Tattoo stechen lässt." Schließlich sei ein Tattoo eine Entscheidung fürs Leben. "Beim ersten Peckerl rate ich von sichtbaren Stellen ab." Gerade Gesichtstattoos sollte man sich sehr gut überlegen. „Es ist für immer und nicht jeder kann damit leben“, erklärt Ewald. Deshalb verpasst er jedem seiner Kunden mit einem Wunsch für ein Gesichtstattoo eine passende Zeichnung mit dem Bodymarker. Wenn sie nach einer Woche Gesichtsbemalung noch immer das Tattoo möchten, gibt es einen Tattoo-Termin. "Von 100 Personen entscheidet sich schlussenlich vielleicht eine."

„Cover-up ist kein Wunschkonzert“

"Es ist nicht der Sinn und Zweck eines Tattoos, dass man es wieder überstechen lässt." Ist der Kunde jedoch verpfuscht worden, ist es möglich mit einem Cover-up das misslungene Tattoo zu überstechen. "Ein Cover-up ist kein Wunschkonzert, da sich nur wenige Motive dafür eignen", erklärt der Tattookünstler, der bereits seit 21 Jahren Cover-ups macht. Ob eine Tätowierung gut gestochen ist, kann man erst nach einigen Jahren sagen. „Ist ein Tattoo zu tief gestochen, werden die Konturen unscharf und verrinnen“, so Ewald.

Vorbereitung aufs Stechen

Einen guten Tätowierer erkenne man, in dem man sich seine Arbeiten anschaut. "Am besten nicht nur die Arbeiten auf der Homepage anschauen, sondern sich auch im Freundeskreis umschauen und erkundigen", so Ewald. Wenn schließlich Tätowierer und Motiv feststehen und der Termin fürs Stechen bevorsteht, sollte man folgendes beachten: "Keinen Alkohol vor dem Tätowieren trinken, da Alkohol das Blut verdünnt." Ebenso ratsam ist es, vor dem Termin zeitig schlafen zu gehen und gut zu essen, um den Kreislauf stabil zu halten. "Zudem sollte auch nicht gestochen werden, wenn man kurz zuvor krank war", so der Tätowierer, der vor 21 Jahren seinen Betrieb in Enns eröffnete.

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