06.10.2014, 11:39 Uhr

Jazz als Meditation in der Zuckerfabrik

ENNS/KRISTEIN. Wenn bei den meisten Musikrichtungen, Instrumente wie Bass oder Keyboard lediglich der Begleitung dienen, dann wird einem beim Jazz die Bedeutung dieser Instrumente erst so richtig bewusst. Eindrucksvoll präsentierte Andi Menrath mit Band, Samstagabend in der Ennser Zuckerfabrik, seine neuesten Werke.

Klassisch mit dem Gong wurden die Zuschauer, pünktlich um 20:00 Uhr in den Saal gebeten. Ab dann hieß es Platz nehmen und sich auf eine Reise durch das Leben des Bandleaders einzulassen. Mit eigenwilligen Solis, faszinierenden Rhythmuswechsel und gekonnten Improvisationen verzauberte der Wiener Komponist nicht nur das Publikum. Denn auch die Harmonie zwischen den einzelnen Musikern stach an diesem Abend ganz besonders hervor. Der musikalische Freiraum, den der Jazz bietet, ließ den Musiker Geschichten auf seine ganz eigene Art und Weise erzählen. So wurde man beispielsweise von songs wie „heavently places“ vom sanften Keyboardspiel an die schönsten Orte der Welt getragen, während das darauffolgende Stück, „working for peanuts“, das Publikum mit einem fliegenden Trommelwirbel abrupt in eine etwas düsterere Stimmung versetzte.

„Es ist immer wieder eine Freude, diesen tollen Musikern zu lauschen“, schwärmt Susi Seifert, Obfrau des Kulturzentrums. Seit nunmehr 21 Jahren bietet das Kulturzentrum, musikbegeisterten Menschen Veranstaltungen unterschiedlichster Art an. Und es ist kein Ende in Sicht. Denn was viele nicht wissen – im Rahmen der EU XXL DIE REIHE Wanderkino im 21. Jahrhundert, werden in der Zuckerfabrik ab Oktober auch Filme vorgestellt. Erster Termin ist mit „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ der 15. Oktober um 19:00 Uhr.
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