14.06.2018, 17:12 Uhr

„Römer-Schaufensterln" in Enns: Kultur belebt Wirtschaft

(Foto: Die mitwirkenden Betriebe nahmen die Infoplakate für die Schaufenstern im Museum Lauriacum entegegen.)

Beim Einkaufen in der Ennser Innenstadt kann man ab sofort Wissenswertes über die Römerzeit lernen.

ENNS (bks). Eine besondere Idee für die Verbindung von Kultur und Wirtschaft ließ sich Archäologe und Kulturvermittler Bernhard Schlag im Zuge der Landesausstellung einfallen. Unter dem Titel „Römer-Schaufensterln“ wurde ein Projekt ins Leben gerufen, bei der die Schaufenster der Betriebe in der Innenstadt zu Museumsvitrinen werden. Informative Plakate geben Einblick in die Lebenswelt der Römer. „Wir haben uns natürlich gefragt, was wir Wirtschaftstreibenden zur Landesausstellung beitragen können", so Ernst Eichholzer vom Ennser Wirtschaftsverein (EWV). Die Antwort: Enns wird zur Vitrine.

Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart

Die Archäologen Bernhard Schlag und Stefan Traxler setzten sich dafür intensiv mit den Branchen der Geschäfte auseinander um Exponate zu finden, die einen Bezug von der Vergangenheit zur Gegenwart herstellen. Die Besucher der Landesausstellung haben die Möglichkeit, in den Schaufenstern von insgesamt 28 Betrieben, viele Informationen über Gebrauchsgegenständen aus der Römerzeit zu erfahren.

Aha-Erlebnis beim Einkauf

Den Gedanken „Aha, das haben die Römer auch schon gehabt" beim Einkaufen hervorzurufen sei das Ziel von Schlag gewesen. „Ein paar Betriebe die es heute in Enns gibt, hat es schon zur Zeiten der Römer gegeben." So zum Beispiel eine Taberna. „Bei anderen mussten wir schon etwas kreativ sein." Ein passendes Exponat für die Stadtapotheke ist beispielsweise eine aus Blei gegossene Fiole mit der Aufschrift „Keimtötendes Puder", also ein Desinfektionsmittel. Das Elektrogeschäft Expert Leitner wiederum verkauft heute die „Nachfahren" der Öllampe. Auch Bürgermeister Franz Stefan Karlinger zeigte sich von der Idee begeistert: „In einer kleinstrukturierten Stadt ist es wichtig, dass Tourismus, Wirtschaft und die Gemeinde gemeinsam auftreten, um mehr zu erreichen."
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