02.02.2012, 00:30 Uhr

Verein setzt Kopfgeld auf Tierquäler aus

(Foto: Fotolia)

Die Pfotenhilfe will mit 500 Euro Ergreiferprämie brutalen Tierhasser aus Neuhofen an der Krems hinter Gitter bringen

Ein brutaler Tierhasser treibt in Neuhofen sein Unwesen. Da die Polizei bis jetzt noch im Dunklen tappt, hat der Verein Pfotenhilfe ein Kopfgeld auf die Ergreifung des Tierquälers ausgesetzt.

NEUHOFEN/KREMS (kut). Die Unsicherheit der Katzen- und Hundebesitzer in Neuhofen ist groß. Seit einiger Zeit treibt ein brutaler Tierhasser sein Unwesen im Gemeindegebiet. „Wir haben Angst um unsere Haustiere“, hört man vielerorts. Zwei Katzen und ein Hund sind bereits Opfer des Tierquälers geworden. Während der Golden Retriever die Attacke überlebte, verendeten die beiden Stubentiger. Der Vorfall mit den Katzen ereignete sich bereits im Vorjahr: Im November wurde eine Katze mit einem Luftdruckgewehr erschossen und im Dezember eine zweite Katze von einem unbekannten Tierquäler enthauptet.

Golden Retriever vergiftet
Die Hundebesitzerin war in der Nähe eines Siedlungsgebietes spazieren, als der Golden Retriever von einem mit Nervengift präparierten Fleischbrot fraß, das neben einem Strommasten lag. Die Frau hatte das zunächst nicht bemerkt, doch nach einer Viertelstunde zeigten sich erste Anzeichen von Trägheit, nach rund weiteren 15 Minuten litt der Hund am ganzen Körper an Muskelzuckungen. Nur durch die rasche Behandlung durch den Tierarzt konnte er gerettet werden. Der Doktor diagnostizierte eine Vergiftung. Der Hund konnte ohne Folgeschäden aus der stationären Behandlung entlassen werden. Die drei Vorfälle ereigneten sich im gleichen Siedlungsgebiet.

Der Verein Pfotenhilfe verurteilt den Tierquäler, der wahrscheinlich für alle drei Fälle verantwortlich ist. „Dass Menschen zu solch grausamen Taten fähig sind, erschüttert mich zutiefst,“ meint Johanna Stadler vom Verein. „Wir setzen daher eine Ergreiferprämie von 500 Euro aus, damit der Tierquäler so bald wie möglich gefasst wird und nicht noch mehr unschuldige Tiere Opfer seines grauenvollen Schaffens werden. Bitte wenden Sie sich an die nächste Polizeistelle oder schreiben Sie an info@pfotenhilfe.org, wenn Sie einen Hinweis haben oder möglicherweise jemanden beobachten konnten. Nur mit Ihrer Hilfe kann der Täter endlich ausgeforscht werden.“ Bezirkspolizeikommandant Günter Kobleder unterstützt die Aktion der Pfotenhilfe: „Da wir manchmal auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen sind, kann ich die Aktion nur unterstützen. Menschen, die etwas gesehen haben oder über diesen Vorfall etwas wissen, sollen sich bitte bei der nächsten Polizeiinspektion melden“.

Die Polizeiinspektion Neuhofen an der Krems tappt noch im Dunkeln und hofft auf die Mithilfe der Bevölkerung. Viele Tierliebhaber aus Neuhofen hoffen, dass der Tierquäler bald gefasst wird: „Wenn ich mit meinen Hunden spazieren gehe, nehme ich diese nur mehr an die Leine und lasse sie nicht mehr frei herumlaufen. Zudem will ich die Polizei unterstützen und gehe nun mit offenen Augen durch die Gegend, wenn mir etwas Seltsames auffällt, kann ich nicht garantieren, dass ich nicht Selbstjustiz übe. Diese Menschen sind einfach schrecklich, wer weiß ob nicht das nächste Opfer der Nachbar ist“, so Eva B. (Name der Redaktion bekannt).
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Melanie H. aus Linz-Land | 02.02.2012 | 21:22   Melden
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Melanie H. aus Linz-Land | 06.02.2012 | 16:31   Melden
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