06.04.2016, 07:00 Uhr

„Wir liegen auf einem niedrigen Niveau an Straftaten"

(Foto: Rangizzz/panthermedia)

Die Kriminilität bleib ziemlich konstant in der Region. Die Verunsicherung nimmt hingegen zu.

REGION. Nicht groß waren die Veränderungen in der Kriminalitätsstatistik in der Region. Was hingegen zugenommen hat, ist eine spürbares Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung. Im Bezirk Amstetten sank die Kriminalität im Vorjahr um 1,7 Prozent gegenüber 2014. „Wir liegen im Bezirk seit Jahren auf einem äußerst niedrigen Niveau an Straftaten und haben immer wieder eine überdurchschnittliche Aufklärungsquote", sagt Bezirkspolizeikommandant Horst Schmutzer. Konkret wurden 3968 gerichtlich strafbare Handlungen im Vorjahr registriert. Das sind um 67 weniger als im Vergleichszeitraum. Ein sattes Minus gab es bei Dämmerungseinbrüchen: Zwischen Oktober 2014 und März 2015 schienen 115 derartige Einbrüche in der Statistik auf. Zwischen Oktober 2015 und März 2016 schlugen nur 73 Dämmerungseinbrecher zu. Die Aufklärungsquote für Delikte liegt im Bezirk Amstetten mit 49 Prozent über dem Bundesländerschnitt von etwa 42 Prozent. In der angenzenden Statutarstadt Waidhofen/Ybbs lag die Aufklärungsquote sogar bei stolzen 61 Prozent. In den vergangenen Jahren nahmen überall Internet-Betrügereien zu.

Leichter Anstieg in Linz-Land
Ähnliche Zahlen kommen vom Bezirk Linz-Land. 6915 angezeigte Fälle gab es 2015, 6853 waren es im Jahr davor. Das ist ein Anstieg um 0,9 Prozent. Bei den geklärten Fällen gab es ein Minus von 1,1 Prozent. Knapp 47 Prozent der Delikte klärte die Polizei im Vorjahr auf. Damit ist der Bezirk Linz-Land etwas aus dem Oberösterreich-Trend: Landesweit gab es so wenige Straftaten wie seit Jahren nicht mehr. Ein Unsicherheitsgefühl in der Bevölkerung nahm hingegen zu. "Wir haben insgesamt die geringste Kriminialitätsbelastung der letzten elf Jahre und das unter extrem schwierigen Rahmenbedingungen. Aber trotzdem kommt das bei den Menschen draußen nicht an", sagt dazu Landespolizeikommandant Andreas Pilsl. Er meint damit das subjektive Unsicherheitsgefühl, das sich in der Bevölkerung seit der massiven Flüchtlingsbewegung breit gemacht hat.

Task Force nimmt Arbeit auf
Die Polizei will dem mit Veranstaltungen in den Bezirken und einem neuen "Lagezentrum für Migration" begegnen, das am 1. Juni seine Arbeit aufnehmen soll. Diese Task Force wird sich speziell um Problemfelder im Bereich Zuwanderung und Migration kümmern. "Wir dürfen die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen", sagt der OÖ-Polizeichef. Wegen des subjektiven Sicherheitsgefühl der Menschen sieht Pilsl die Politik gefordert.
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Andreas Habringer aus Enns | 05.04.2016 | 11:34   Melden
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