13.06.2017, 14:30 Uhr

SPÖ will würdige Arbeit für Pflegeberufe

Ennser Stadträtin Marieluise Metlagel, Stefan Bauer und Landtagsabgeordnete Gisela Peutelberger-Naderer (v. li.)

Um die Pfleger zu entlasten, soll der Mindestpersonalschlüssel neu berechnet werden.

BEZIRK (km). Rund 900 Mitarbeiter sind im Bezirk Linz-Land in Pflegeberufen beschäftigt. Im Zuge der SPÖ-Kampange "Würdige Arbeit" möchte Landtagsabgeordnete Gisela Peutelberger-Naderer auch ein Augenmerk auf diesen Bereich legen. "Die Krankenstandsrate steigt von Jahr zu Jahr, weil die psychischen Krankheiten immer mehr werden", so Stefan Bauer, Vorsitzender des Sozialhilfeverbandes. Aus diesem Grund fordern er und Peutelberger-Naderer eine Anpassung des Mindestpersonalschlüssels. Ein Sachverständiger berechnet hierfür, wie viele Stunden ein Patient pro Woche betreut werden muss. Durch den Ausbau der mobilen Dienste habe sich die Situation in Altenheimen jedoch verändert.

Mittlerweile seien fast nur mehr schwere Pflegefälle im Altenheim untergebracht. "Die Rahmenbedinungen sind meines Erachtens nach nicht mehr zeitgemäß", so Bauer. Der Mindestpersonalschlüssel, der vor rund 20 Jahren zum letzen Mal adaptiert wurde, müsse deshalb endlich angepasst werden. In seinen Augen seien deshalb Land und Gemeinden gefordert, die Finanzierung neu zu regeln. In Enns passe der Mitarbeiterschlüssel derzeit, allerdings "haben wir auch schon andere Zeiten erlebt". Ein möglicher Lösungsansatz wäre die Einberechnung von Springerkräften, die man bei Krankheitsfällen einsetzen könnte. "Ich hoffe auf eine positive Entwicklung", so Peutelberger-Naderer. Das alte System müsse neu berechnet werden, allerdings werde bereits daran gearbeitet.

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