Homohalal von Ibrahim Amir

2. März 2019
19:30 Uhr
WERK X, Oswaldgasse 35A, 1120, Wien
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2. März 2019
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Wiederaufnahme

Nominiert für den Nestroypreis 2018 in der Kategorie „Beste Off-Produktion“


Inszenierung:
Ali M. Abdullah
Bühne und Kostüm: Renato Uz
Dramaturgie: Hannah Lioba Egenolf
Licht: Alexander Suchy

Mit: Constanze Passin, Stephanie K. Schreiter, Yodit Tarikwa, Christoph Griesser, Johnny Mhanna, Daniel Wagner, Arthur Werner

Weltweit sind rund 65 Millionen Menschen auf der Flucht, gut eine Million kam im Jahr 2015 nach Europa, wo seither eine hysterische Diskussion entbrannt und ein dramatischer Rechtsruck zu verzeichnen ist. Während die Fremdenfeinde Geflüchtete als „Invasoren“ phantasieren und Bürgerkriegsszenarien an die Wand malen, nahm das Wiener Volkstheater Ibrahim Amirs Stück „Homohalal“ vom Spielplan – aus Angst, eine Komödie über alltägliche zwischenmenschliche und interkulturelle Konflikte könne in der aufgeheizten Atmosphäre falsch verstanden werden. Dabei verweigert Amir lediglich einen idealisierenden Blick auf Geflüchtete und blendet leidlich bekannte Probleme wie etwa die im arabischen Raum verbreitete Homophobie nicht aus.

Ali M. Abdullah versucht dabei, Menschen als Gattungswesen zu betrachten, die überall auf der Welt ähnliche Fehler und Probleme haben und sich darin letztlich weniger unterscheiden, als manche Zeitgenoss*innen glauben.

Das Stück wurde für den Nestroypreis 2018 in der Kategorie „Beste Off-Produktion“ nominiert, die Begründung der Jury lautet wie folgt: „Regisseur Ali M. Abdullah hat für die heimische Erstaufführung der Flüchtlingskomödie „Homohalal“ des syrisch-kurdischen Autors Ibrahim Amir im WERK X eine rasante Fassung gebastelt, die mit Anspielungen auf die aktuelle Regierung eindeutig in Wien verwurzelt ist. Rund um einen echten Pool gerät eine Trauerfeier aus dem Ufer: Wie es sich für Slapstick-Komödien gehört, sehen wir Menschen am Rande des Nervenzusammenbruchs. Aus den Geflüchteten sind Bobos geworden, die ihre Pfründe verteidigen. Der überdrehte Plot funktioniert erstaunlich gut, die Pointen sitzen, das engagierte Ensemble schmeißt sich mit Verve nicht nur in den Pool. Immer, wenn man glaubt, eine Figur verstanden zu haben, schlägt sie einen Haken. Kulturelle Unterschiede? Werden überschätzt. Abdullahs Kunstgriff besteht darin, die saturierten Geflüchteten aussehen zu lassen wie wir selbst; sie trinken zu viel Alkohol und haben es sich in ihren Lebenslügen bequem gemacht. Theater als böser Spiegel.“

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