Museen, Ausstellungen
Donau-Ausstellung Schallaburg, Steuerparadies am Eisernen Tor

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Das Eiserne Tor, die gefährliche Stromenge im Fluss zwischen Rumänien und Serbien ist landschaftlich noch immer reizvoll. Aber der Wasserspiegel wurde in den 1960-ern um 30 m angehoben, denn es entstanden 2 Wasserkraftwerke hier, Dscherdap I und Dcherdap II. Seit dem können Fische wie der riesige Stör nicht mehr die Donau weiter hinauf schwimmen, und seit dem ist die Insel Ada Kaleh, ein Steuerparadies, versunken, tief unter Wasser. Gekürzt aus Wikipedia: "Ada Kaleh war bis 1912 eine türkische Exklave. Auf der etwa 1,7 km langen und 0,5 km breiten Insel befanden sich eine Festung und eine kleine Ortschaft mit einer Moschee, einem Basar, einer kleinen orthodoxen Kapelle, mehreren Kaffeehäusern, einem Gouverneurspalais und mehreren verwinkelte Gassen. Die zuletzt 600 überwiegend türkischen Bewohner lebten von der Fischerei und von der Produktion von Süß- und Tabakwaren. Im 20. Jh. entwickelte sich ein lebhafter Tourismus. Ada Kaleh diente den umliegenden Regionen als romantisches Ausflugsziel und, dank einer Steuerbefreiung, als beliebte Einkaufsmöglichkeit für türkische Delikatessen, Schmuck und Tabakwaren. Berühmt war Ada Kaleh auch für seine Rosenzucht, Rosenöl und Parfüm. [....] Mit der Vollendung des Wasserkraftwerks am Eisernen Tor wurde Ada Kaleh abgesiedelt und 1971 geflutet. Die Einwohner wanderten in andere Teile Rumäniens, z. B. in die Dobrudscha oder in die Türkei aus. [...] In den Jahren vor der Überflutung entwickelte sich der Tourismus auf der Insel immer stärker. Für die Besucher wurden spezielle Vorkehrungen getroffen, da die rumänischen Behörden befürchteten, dass die Menschen über die Grenze nach Jugoslawien fliehen könnten. Bei der Ankunft mussten alle ihre Ausweise den Grenzwächtern überlassen. Außerdem durften Ortsfremde die Nacht nicht auf der Insel verbringen. Die Grenzlage wirkte sich zunehmend negativ auch auf die Lebensqualität und Bewegungsfreiheit der Inselbewohner aus. Nach 8 Uhr abends durften sie nicht mehr vom Festland auf die Insel zurückkehren oder diese verlassen." - Heute ist Ada Kaleh eine Erinnerung, eben so wie die über 1000 m lange Trajan-Brücke in der Gegend, 105 nach Chr. errichtet, ein Weltwunder - und längst nur mehr eine Ruine.

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