KREUZFAHRTFIEBER – Antwerpen, der funkelnde Diamant

Stadhuis, Cafe Engel und der Brabobrunnen
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Die Stadt Antwerpen, im nördlichen Flandern an der Schelde liegend, wurde um 726 erstmals urkundlich erwähnt. Mit ihren rund 500.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadtgemeinde Belgiens, beeindruckt sie außerdem mit dem drittgrößten Seehafen Europas sowie dem weltweit wichtigsten Zentrum für die Verarbeitung und den Handel von Diamanten.

Von den Normannen zum Herzogtum Brabant und schließlich zum Heiligen Römischen Reich erlebte die Stadt ihre erste Blütezeit dank Hafen, Tuchhandel und dem daraus entstehenden Finanzzentrum im 14. Jahrhundert. Nach Einbußen über die Habsburger und Spanier bis hin zum Schifffahrtsverbot auf der Schelde, resultierend aus den Bestimmungen des Westfälischen Friedens, stieg Antwerpen erst um 1830 erneut zu einem der mächtigsten Handelsplätze Europas auf.
Im Zweiten Weltkrieg von den Truppen der Wehrmacht besetzt und Ziel alliierter Angriffe, wurde der strategische Stützpunkt 1944 von den Briten befreit, erlebte aber bis 1945 noch etliche Vergeltungsanschläge der Deutschen.

Die dichten Wolken sind uns wohl von Dover gefolgt und dennoch erstrahlt diese Stadt in all ihrer Pracht.
Der Grote Markt umschlossen vom Stadhuis, dem Cafe Engel und den vielen Fachwerkbauten brilliert förmlich in der Darbietung des Brabobrunnens, einer Bronzeplastik aus dem Jahre 1887.
Die Domkirche des Bistums Antwerpen - die Liebfrauenkathedrale - ist einer der Höhepunkte brabantischer Baukunst und UNESCO Weltkulturerbe. Erbaut ab 1352, auf dem Platz der ehemaligen romanischen Marienkathedrale, ragt sie heute mit ihrem 123m hohen Nordturm über die Stadt. Im Inneren beherbergt sie bedeutende Bilder barocken Malstils, wie z.B. 'Die Kreuzabnahme' von Peter Paul Rubens.
Zu den weiteren Höhepunkten zählen das Rubenshaus, das Diamantenmuseum sowie die 'Stadtburg Steen' - welche als das älteste noch erhaltene Gebäude Antwerpens gilt. Der Besuch des angrenzenden Schifffahrtsmuseums ist ein absoluter Geheimtipp.

Die Schelde entlang fahren wir mit unserem Luxusliner wieder durch die gewaltige Hafenanlage und das noch ausgedehntere Industrieviertel (samt Atomkraftwerk) hinaus in die Nordsee.
Die Nachricht unseres Kapitäns, dass wir auf Grund aufkommender Sturmstärke 9 morgen nicht die Schleuse nach Amsterdam passieren können und ca. zwei Bus- und Fährstunden entfernt in IJmuiden ankern werden trübt unsere Stimmung in keinster Weise. Zu schön waren einfach die vielen Eindrücke dieses Stadtjuwels, an das wir uns immer wieder gerne erinnern.

Ihr/euer NorbS

Lesen Sie das nächste Mal hier im Magazin: "IJmuiden –ein Tag auf der LUNA"

Autor:

Norbert Stöckl aus Favoriten

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