Gerti Hopf: Abschied von der Domenig-Galerie

Gerti Hopf vor eigenen Werken der Abschiedsvernissage in der Domenig-Galerie.
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Nach zehn Jahren legt die Künstlerin Gerti Hopf ihre Funktion als Kuratorin der Domenig-Galerie zurück. Zum Abschied gibt es eine Jubiläums-Vernissage.

FAVORITEN. 57 Ausstellungen hat Gerti Hopf in den letzten zehn Jahren als Kuratorin der Domenig-Galerie in der Ankerbrotfabrik organisiert. Am Dienstag, 30. Oktober 2018, eröffnete sie ihre letzte in dieser Funktion, bis 16. November 2018 kann man die Abschiedsausstellung in der Galerie noch begutachten.

Hopf blickt mit Stolz auf ihre Bilanz zurück: sie ermöglichte es insgesamt 445 Kunstschaffenden ihre Werke in der Galerie zu präsentieren. „Mich freut es besonders, dass ich viele introvertierte Künstler dabei unterstütze konnte, sich für die Kunst zu öffnen und dass es mir gelungen ist, junge Künstler mit bekannten Staatskünstlern zu vernetzen“, meint die Organisatorin.

Immer ein Gesamtkunstwerk

Wichtig war es ihr im Rahmen ihrer Tätigkeit für den Kulturverband Favoriten, dass jede Ausstellung zum Fest wurde. „Ich wollte ein Gesamtkunstwerk erschaffen. Deswegen habe ich neben den bildenden und darstellenden Künstlern immer auch Musiker oder Tänzer eingeladen“, erklärt Hopf.

So begeisterten auch schon eine kubanische Tanzgruppe, ein Theaterstück oder eine Modenschau die Besucher der Galerie. Dass dieses Konzept auch bei ihren Besuchern ankam, freut die Künstlerin besonders.

Ein besonderes Dankeschön

Eines der schönsten Erlebnisse hatte sie, als eine Favoritnerin bei einer Ausstellung auf sie zukam und sich für das umfassende Programm bedankte. Sie könne sich keine Theater- oder Konzertkarten leisten, in der Domenig-Galerie habe sie aber Kunst und Kultur in einem und freue sich deshalb von jeder Veranstaltung schon auf die nächste.

„Das war sehr berührend. Denn wenn jemand so etwas sagt, dann weiß ich, ich habe den richtigen Weg gewählt,“ zeigt sich die Künstlerin noch bewegt.

Zeit für die eigene Kunst

Nun will sich Hopf als Organisatorin zurückziehen und auf ihre eigene künstlerische Tätigkeit konzentrieren. Bekannt ist sie vor allem für ihre Skulpturen, die meist Frauenkörper oder Frauenrücken zeigen. „Meine Frauen haben immer einen starken Rücken, denn wir Frauen brauchen das - wir müssen einiges aushalten und uns durchkämpfen“, erklärt sie.

Seit 1994 hat sie ihre Werke in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. In Zukunft will sie sich zudem mehr mit Druckgrafik und Drahtgeflechten beschäftigen. Ein bisschen traurig macht sie der Abschied von der Domenig-Galerie zwar, aber: „Ich bleibe der Kunst ja treu und viele Künstler bleiben als Freunde.“

Vernissage

Die Ausstellung „10 Jahre Domenig-Haus und Domenig-Galerie in der Ankerbrot“ zeigt eine Retroperspektive der Arbeit der langjährigen Kuratorin Gerti Hopf. Bis zum 16. November 2018 sind jeweils Montag, Mittwoch und Freitag von 16 bis 19 Uhr Arbeiten von 15 Künstlern zu besichtigen, Eintritt frei. Mehr Infos: www.domeniggalerie.kulturverband-favoriten.at oder www.gertihopf.at

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