Meidlinger Kaserne
Bitte stoppt den Fluglärm

Sicherheitsexperte Karl Mahrer (l.) und Bezirksrat Lorenz Mayer (5.v.l., beide ÖVP) sprachen mit den verärgerten Anrainern.
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Anrainer ärgern sich über nächtliche Flüge der Polizeihubschrauber von der Meidlinger Kaserne aus. Sie fordern eine Absiedelung der Helikopter.

MEIDLING. "Wenn ein Hubschrauber nachts in der Meidlinger Kaserne landet, dann stehe ich senkrecht im Bett", schildert Hans-Peter Toman. Er ist Anrainer und fühlt sich an die Vergangenheit erinnert.

Seit 1957 wurden von Meidling aus Hubschrauber eingesetzt. In den 1990er-Jahren wurde es dann immer lauter und die Bewohner wehrten sich gegen die regelmäßigen lärmenden Hubschrauber-Starts und -Landungen in Meidling.

"Damals gründeten wir eine Bürgerinitiative", erzählt der Anrainer. Mit Erfolg, denn die Hubschrauber wurden in der Folge in Schwechat stationiert. Seit einiger Zeit jedoch starten wieder Flüge in Meidling.

Jour fixe: Mitternacht

"Es ist untertags schon schlimm genug", so Toman. Nachts jedoch sei der Lärm fast gesundheitsgefährdend: "Ich werde mehrmals täglich von den Hubschraubern aufgeweckt." An ein Durchschlafen sei nicht zu denken.

Dabei geht es nicht nur Hans-Peter Toman so, auch zahlreiche Nachbarn werden ständig aus dem Schlaf gerissen. "Um Mitternacht gibt es gleichsam ein Jour fixe", so eine andere Anrainerin.

Absiedelung gefordert

Gemeinsam fordern die Betroffenen, dass die Hubschrauber wieder abgesiedelt werden. "Es wurde nicht einmal ein Schallschutz errichtet, um die hier Wohnenden vom Lärm zumindest ein wenig zu schützen", ärgert sich Hans-Peter Toman.

ÖVP-Sicherheitssprecher Karl Mahrer und ÖVP-Bezirksrat Lorenz Mayer fordern eine Lösung des Problems: "Die Meidlinger haben ein Recht auf Information, wie es in dieser Angelegenheit weitergehen soll. Als Bezirksrat ist es mir ein wichtiges Anliegen, die Bevölkerung einzubinden und gemeinsam nach Lösungen zu suchen."

Lärm-Ende in Sicht

"Die Hubschrauber werden primär für die Kriminalitätsbekämpfung, sicherheitspolizeiliche Einsätze sowie sonstige Hilfseinsätze für die Sicherheit Wiens und der angrenzenden Bundesländer eingesetzt", heißt es dazu aus dem Innenministerium. Reine Übungsflüge würden nicht in Meidling gemacht, sondern vom Schulungszentrum am Zivilflugplatz Vöslau-Kottingbrunn aus durchgeführt.
So ist zurzeit normalerweise ein Hubschrauber in der Kaserne stationiert und dieser kommt täglich durchschnittlich auf fünf bis sechs Starts. In der Nacht werden ein bis zwei Einsätze geflogen, so das Innenministerium.

Immerhin ist ein Ende der Lärmbelästigung bereits in Sicht: Die Verlegung der Hubschrauber nach Meidling erfolgte wegen der Baumaßnahmen zur Errichtung des Heliports Schwechat.
"Der FLIR-Hubschrauber wird Anfang des Jahres 2020 von Meidling nach Schwechat verlegt werden", so ein Sprecher des Innenministeriums.

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