Die Zukunft beim Eisring Süd
- Wohnungen mit Blick zum Wasserturm.
- Foto: Schreiner/Kastler
- hochgeladen von Karl Pufler
Der Startschuss für die Neugestaltung des Geländes beim Eisring Süd ist gefallen. Nach über einem Jahrzehnt Planung meldet sich nun Widerstand: Die Bürgerinitiative "Eisring Süd Neu denken" möchte eine Neubewertung.
FAVORITEN. Nach mehr als einem Jahrzehnt Planung und Vorarbeit könnte nun am Areal des Eisringes Süd im Herbst der Spatenstich erfolgen. Geplant ist, dass gegenüber des historischen Wasserturms rund 580 Wohnungen, davon 124 Gemeindewohnungen, neu errichtet werden.
Mit geplant wurden Freiflächen wie ein gemeinsamer Kinder- und Jugendspielplatz sowie mehrere Kleinkinderspielplätze. Auch ein Kindertagesheim mit vier Gruppen und eigenem Garten soll hier eröffnen.
Die Wohnbauten bieten neben Gemeinschaftsterrassen Möglichkeiten zum gemeinsamen Garteln an. In Richtung Raxstraße wird ein Supermarkt seine Tore öffnen.
Hamster siedeln um
Die Eissportanlagen werden modernisiert, dadurch wird Indoor- sowie Außen-Eislaufen ermöglicht. Auch eine "Sport und Fun"-Halle wird errichtet.
Vor dem Spatenstich werden die hier lebenden, geschützten Feldhamster in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Magistratsabteilungen umgesiedelt, wie dies schon am Verteilerkreis oder beim Kaiser-Franz-Josef-Spital stattfand.
Vor Start des Neubaus werden die Eisflächen und die unterirdischen Bauwerke, wie etwa Zisternen und Überlaufbecken, abgerissen. Der Baubeginn für die Sportanlage ist nach der Eissaison 2018/2019 geplant. Die ersten Mieter sollen Mitte 2021 einziehen.
Petition "neu denken"
Eine Gruppe um Gabi Sturm hat eine Petition "Eisring Süd neu denken" ins Leben gerufen. Sie möchte vor allem den Grünraum und das Biotop erhalten, welche in diesem Grätzel vorhanden sind. Auch die Sicht zum Wasserturm müsse unbedingt erhalten bleiben. Und die 400 Meter Bahn sollen wieder gebaut werden, so eine weitere Forderung der Initiative "Eisring Süd neu denken".
Der Eisring Süd ist mit seiner artenreichen Fauna und Flora erhaltenswert, so Sturm. Sie fordert eine Nachdenkpause und eine Neuplanung. So solle auch der Grünraum und der Baumbestand so weit als möglich erhalten werden.
Bäume sollen bleiben
Ein völliges Umplanen wäre nicht mehr möglich, so Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ). Er setzt sich aber dafür ein, dass der alte Baumbestand soweit wie möglich erhalten bleibt. Auch werde in dem neuen Grätzel viel Grünraum bestehen bleiben oder neu entstehen.
Im Projekt sei auch vorgesehen, dass Wege angelegt werden, die bis zum Wasserturm gehen. So könnten die Anrainer leicht zu Fuß zu der dort liegenden, riesigen Grünfläche mit Wasserspielplatz gelangen.
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