33. Frauenmord in Österreich
Fünfach-Mutter von Ehemann erstochen - Kinder sahen zu

Eine erschreckende Bluttat ereignete sich gestern Abend in Wien Favoriten: Eine 50-jährige Wienerin wurde von ihrem eigenen Ehemann (62) erstochen, die eigenen Kinder - fünf an der  Zahl -  mussten den bestialischen Mord mitansehen. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Sie verblutete in ihrer eigenen Wohnung.

FAVORITEN. Gegen 18.00 Uhr kam es in einer Wohnung in der Katharinengasseim 10. Bezirk zwischen einem 62-Jährigen  - die Familie dürfte aus Afghanistan  - und seiner Ehefrau zu einem Streit, meldet die Landespolizeidirektion Wien. "Im Zuge dessen ist es zu Handgreiflichkeiten gekommen wobei der Mann mit einem Messer auf die 50-Jährige eingestochen und diese tödlich verletzt hat", so ein Sprecher. Der 62-Jährige wurde vor Ort festgenommen. Das Landeskriminalamt hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Aktuell laufen die Befragungen. Im Laufe des Tages ist mit weiteren Erkenntnissen zu rechnen.

Keine Aussage des Täters

"Aufgrund der sprachlichen Barriere konnte der 62-Jährige noch keine Angaben gegenüber den Beamten machen", so die LPD Wien in einer aktuellen Aussage. Und weiter: "Die Einvernahme des Beschuldigten wird am heutigen Tage stattfinden. Die gemeinsamen Kinder des Ehepaares werden derzeit in einer sozialen Einrichtung psychologisch betreut."

Kinder sahen zu

Besonders grausam:  Vier der Kinder sollen zum Tatzeitpunkt in der Wohnung gewesen sein. Eine Nachbarin soll die Horror-Szenen gegenüber Österreich so geschildert haben: "Zuerst habe ich einen normalen Streit gehört. Als ich dann rüber gegangen bin, wollte der Mann aber nicht mit mir sprechen." Eine Tochter der Familie soll  laut Medienberichten später laut weinend in das Stiegenhaus gelaufen sein und geschrien haben:"Meine Mutter ist verletzt, meine Mutter ist verletzt". Laut einem Polizeisprecher wurde der Verdächtige noch in der Wohnung in der Katharinengasse in Favoriten festgenommen. Er zeigte sich angeblich bis dato nicht geständig.

33. Frauenmord in diesem Jahr

Mit 33 getöteten Frauen in Österreich 2019 kam es zu einer besonderen Häufung an Morddelikten. Aus diesem Anlass wurde im Innenministerium eine Screening-Gruppe eingerichtet, um aktiv gegen Gewalt an Frauen vorzugehen, Motive und Hintergründe besser zu verstehen und Frauenmorde in Zukunft besser abzuwenden. Für das aktuelle Opfer, eine fünffache Mutter von zwei Töchtern und drei Söhnen - das Jüngste ein drei Wochen alter Säugling -  kam jede Hilfe zu spät. Sie verblutete hilflos in ihrer eigenen Wohnung.

Hilfe bei Gewalt gegen Frauen

Bist du oder jemand aus deinem Umfeld von Gewalt betroffen? Hol dir Hilfe.
- Frauenhelpline: 0800/222 555
- Rat auf Draht - Hilfe für Kinder & Jugendliche: 147
- Männerberatung Wien: 01/603 28 28
Frauenhäuser: 05 7722
Im Fall von akuter Gewalt unbedingt die Polizei alarmieren: Tel. 133

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Autor:

Anna Richter-Trummer aus Wien

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