Vorzeigeprojekt in Rothneusiedl
Haschahof wird zum neuen Favoritner Zentrum

So soll die Zukunft des Haschahofs aussehen.
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  • So soll die Zukunft des Haschahofs aussehen.
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Mit seinem Konzept überzeugte Schneckenbauer Andreas Gugumuck die Jury: Aus dem Haschahof wird der Zukunftshof. Start im September 2019.

FAVORITEN. Der Startschuss für den "Haschahof neu" ist bereits gefallen: Der historische Ziegelbau wird zur modernen Vision einer Stadt, in der genug Raum für grün und Natur bleibt. Der Schneckenbauer Andreas Gugumuck, ein direkter Nachbar des Haschahofs, hat die Ausschreibung für die Zwischennutzung des Gutshofs gewonnen.

"Mit dem neuen Nutzungskonzept steht dem Haschahof eine blühende Zukunft bevor", so Wohnbau-Stadträtin Kathrin Gaál. Hier soll Stadt und Land in Einklang gebracht werden. "Ich freue mich besonders, dass diese Gutshof-Perle damit mittelfristig auch für alle Wiener geöffnet wird."

Einladung zur Mitarbeit

Ein wesentlicher Bestandteil des Gewinner-Konzepts ist, alle zur Mitarbeit am Haschahof-Neu, dem künftigem "Zukunftshof", mitzuarbeiten. "So werden aus Konsumenten auch Produzenten", freut sich Andreas Gugumuck.

Ein visionärer Schritt für Favoriten, freut sich Bezirksvorsteher Marcus Franz: "So entsteht ein neues Zentrum als Treffpunkt für die Bevölkerung", so der Bezirkschef. Der Startschuss dafür fiel im Rahmen einer von der bz veranstalteten Podiumsdiskussion.

"Als wichtiger und nachhaltiger Bestandteil der künftigen Entwicklung initiieren wir damit eine Nutzungsmischung und Belebung", so wohnfonds-Wien Geschäftsführer Gregor Puscher.

Der Zeitplan

Während die genauen Details des Konzepts erst im Herbst präsentiert werden, steht der Zeitplan bereits:

• im Winter 2019 erfolgte die erste Zwischennutzung und Planungsphase. Es gibt Open-Air-Veranstaltungen, Wochenmärkte, Gastronomie, Soziales und ein Kultur-Rahmenprogramm mit Kunstbegleitung.

• im Winter 2020/2021 startet die Sanierungsphase. Geplant sind Führungen und Info-Veranstaltungen, die dieses Leuchtturmprojekt in den Mittelpunkt rücken. Weiters geplant: Gastronomie, Ab-Hof-Verkauf und die "Plattform: Kunsthalle Exnergasse" wird den Bereich bespielen.

• 2021 geht der Vollbetrieb los. Im dritten Jahr kommen dann unter anderem die Produzenten zum Zug, es gibt Führungen mit Schulen, Wochenmärkte, Veranstaltungen, Sozial und Kulturprogramme.

Das Konzept und die Geschichte

Der Haschahof liegt im Süden Favoritens in einem Gebiet, das für die Stadtentwicklung vorgesehen ist. Zur Jahrhundertwende gebaut wurde der rund eineinhalb Fußballfelder große Gutshof mit seinen angrenzenden Feldern bald zum Vorzeigeprojekt: Hier starteten die ersten Selbsterntefelder in Wien.

Stadt und Land – Hand in Hand

Vor vier Jahren wurde das Projekt beendet und seitdem steht er großteils leer. Schon bald gründete Andreas Gugumuck aufgrund einer bz-Initiative den Verein "Stadtlandwirtschaft Favoriten". So wollte er den Haschahof retten und für den Bereich ein miteinander von Stadt und Land hier etablieren.

Schließlich kam es zu einer Ausschreibung des Wiener Wohnfonds, der eine zehnjährige Zwischennutzung für den Haschahof suchte. Mit dabei war natürlich der Schneckenbauer mit seinem Verein, der von der Jury schließlich als Sieger ausgewählt wurde.

Eine essbare Stadt wie ein Dorf

Sein Ziel war es ein Konzept nicht nur für den Gutshof, sondern für das ganze Gebiet vorzulegen, das auch über die projektierten zehn Jahre hinaus gültig sein könnte. Dafür holte er sich zahlreiche Partner wie die Technische Universität, die Boku-Uni, Fachhochschulen und viele mehr ins Boot.

Eines der Ziele des Vereins "Stadtlandwirtschaft Favoriten" ist es, die "essbare Stadt" in Rothneusiedl zu verwirklichen. So soll es in diesem Gebiet, in dem ja  Menschen leben und wohnen sollen, Flächen geben, die für die Landwirtschaft genutzt werden.

Aus Haschahof wird Zukunftshof

Auch genügend Grünflächen sind ein Ziel von der Gruppe um Andreas Gugumuck. Allerdings soll es zahlreiche unterschiedliche Bäume, Wiesen und Sträucher geben. So könnten zukünftige Bewohner und Besucher mitunter in den Park gehen, um hier ihre Äpfel vom Baum zu pflücken oder die Erdbeeren zu brocken.

Neben diesen Projekten und einem Vertical Farming, in dem der Gemüseanbau in die Höhe kultiviert wird, ist auch ein sozialere Aspekt in dem Traum von Andreas Gugumuck zu finden: So sollen hier Jung und Alt, gesunde und beeinträchtigte Menschen miteinander leben, arbeiten und gestalten. Natürlich auch mit diversen Gastro- und anderen Betrieben.

So möchte Gugumuck aus dem Haschahof einen "Zukunftshof" machen. "Der Zukunftshof soll schon jetzt als Leuchtturmprojekt produktive Stadtlandwirtschaft für alle erlebbar machen." Damit möchte er sich seinen Traum von einem miteinander von Stadt und Land, modern und historisch verwirklichen. Sein Konzept finden Sie hier.

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Autor:

Karl Pufler aus Favoriten

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