Wohnungslosigkeit: Betreutes Wohnhaus bietet dauerhafte Unterkunft

Bewohnerinnen des SoBeWo 10
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  • Bewohnerinnen des SoBeWo 10
  • Foto: Wiener Hilfswerk / Daniel Nuderscher
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Im betreuten Wohnhaus, SoBeWo 10 des Wiener Hilfswerks bekommen wohnungslose Personen die Chance eine dauerhafte Unterkunft zu beziehen. Diese Einrichtung feiert nun ihr 10-jähriges Jubiläum.

Es war kurz vor Weihnachten 2007, als B. Özalp´s Wohnsituation eine Wende genommen hat. Damals ging es sehr schnell. Denn eigentlich wollte sie in eine größere, schönere Wohnung mit WC, statt bisher mit Toilette am Gang, umziehen. Doch dann wurden zwei Monatsmieten, die Kaution und Reparaturkosten zur finanziellen Belastungsprobe und sie landete auf der Straße. Frau Özalp suchte Hilfe in der Gruft und fand dort auch temporär Unterschlupf. Sie hatte Glück. Nach nur drei Monaten zog sie in die neueröffnete, betreute Einrichtung in der Hausergasse 4 im 10. Bezirk. Vergangene Woche feierte die Einrichtung SoBeWo 10 des Wiener Hilfswerks ihr 10-jähriges Bestehen.

44 betreute Wohnplätze

Neben Frau Özalp bietet das sozial betreute Wohnhaus in der Hausergasse noch 43 Personen, sowohl Männern als auch Frauen, eine dauerhafte Unterkunft. Jeder Bewohner hat seine eigene, kleine Wohnung mit einer Küchenzeile, Bad und WC. Das Wohnhaus selbst verfügt über eine Waschküche, ein Café und eine Dachterrasse. Die Bewohner zahlen eine kleine Miete, angepasst an das jeweilige Einkommen. Die ehemaligen wohnungslosen Bewohner können zwar an diversen gemeinsamen Freizeitaktivitäten teilnehmen, wie Backen, Basteln, Sport betreiben oder Garteln, eine individuelle psychosoziale Betreuung wird ebenfalls angeboten, Selbstständigkeit und Freiwilligkeit stehen jedoch im Vordergrund dieser Einrichtung. „Wir begleiten unsere Bewohner und akzeptieren sie so wie sie sind. Die Teilnahme der Angebote ist kein Muss.“, erklärt der Hausleiter Robert Haidowatz-Haberbusch. Das Grundziel des SoBeWo in der Hausergasse sei die Wohnungsversorgung, betont der Hausleiter.

Bewohner fühlen sich wohl

Das Wohnhaus SoBeWo 10 richtet sich vordergründig an den Bedürfnissen der Bewohner. Ein Grund warum sich auch Frau Özlap im betreuten Wohnhaus so wohlfühlt: „Es ist immer jemand da, den man was fragen kann und ein offenes Ohr für mich hat.“ Obwohl sie gerne in der Hausergasse wohnt, plant sie nach fast neun Jahren das Wohnhaus wieder zu verlassen: „Ich will es mir hier nicht für immer gemütlich machen. Auch andere Leute brauchen einen Platz in einer solchen Einrichtung“, so die 49-Jährige.

InfoBox:
Das Wiener Hilfswerk hat noch zwei weitere dauerhafte Unterkünfte im 6. Und 12. Bezirk. Die Zuweisung erfolgt durch das Fonds Soziales Wien.

Bewohnerinnen des SoBeWo 10
Bewohnerin Özlap (l.) mit Vorstandsmitglied Csönset (m.) und Hausleiter Haidowatz-Haberbusch (r.)
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