Zeugnis für die Stadtregierung: Brigittenauer JVP ließ Passanten Noten vergeben

Waren in der Brigittenau unterwegs: Louis Frycer, Ralitza Dontcheva und Merve Mantar (v.l.) von der JVP 20.
  • Waren in der Brigittenau unterwegs: Louis Frycer, Ralitza Dontcheva und Merve Mantar (v.l.) von der JVP 20.
  • Foto: JVP 20
  • hochgeladen von Christine Bazalka

BRIGITTENAU. Die einen – die Wiener Schüler – bekamen vor wenigen Tagen ein Halbjahreszeugnis. Aber auch für andere, nämlich für die Wiener Stadtregierung, ist Halbzeit: Die nächsten Wahlen sind in zweieinhalb Jahren, für 2020, angesetzt, die letzten sind zweieinhalb Jahre her. Zeit, so findet zumindest die junge ÖVP, auch der rot-grünen Koalition ein Zeugnis auszustellen. Auf der Straße wurden von Mitgliedern der JVP über 2.000 Bewertungsbögen verteilt, auch die Bezirksorganisation Brigittenau befragte fast 90 Personen.

Die Passanten wurden eingeladen, die Stadtregierung in fünf verschiedenen Bereichen zu benoten. Wienweit gab es für Integration die Note 4–, für Bildung und Verkehr jeweils die Note 4 sowie für Gesundheit und Wohnen jeweils die Note 3–. Die Bezirksergebnisse in der Brigittenau unterscheiden sich nur wenig von diesen Noten. Etwas besser bewerten die Brigittenauer die Arbeit der Stadt im Bereich Integration und Bildung, etwas schlechter als der Rest von Wien im Bereich Verkehr und Gesundheit. Beinahe gleich ist die Note für den Bereich Wohnen. Egal, was die Stadtregierung von dem Zeugnis halten mag – mit so vielen verschiedenen Menschen aus dem Bezirk ins Reden zu kommen, war für die Obfrau der JVP 20, Ralitza Dontcheva, auf jeden Fall eine bereichernde Erfahrung: "Die Menschen waren teilweise ganz überrascht, dass sie nach ihrer Meinung gefragt wurden."

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