Essbare Stadt/ Obststadt Wien
Die Obststadt ist am Wienerberg angekommen!

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Das lange Warten hat endlich ein Ende - nach der 3. Verschiebung hat es jetzt geklappt: die Obststadt hat ihren Weg zum Wienerberg gefunden. Am Samstag 6. November haben sich zahlreiche Baumpat*innen am Wienerberg zusammengefunden und bei Prachtwetter 20 Obstbäume gepflanzt. Auf der Wiese zwischen Friedrich-Adler-Weg und Hugo-Meisl Weg gedeihen jetzt Kirschen, Äpfel, Pfirsiche, Marillen, Nashi und viiiiele weitere Sorten, die in den nächsten Jahren wachsen und eines Tages Früchte tragen. Diese können dann nach dem fairuse-Prinzip auf einem Spaziergang gepflückt und gejausnet werden. Bis dahin kümmern sich die Pat*innen um die neuen Obstbäume.

Viele der Pat*innen haben sich bereits Ende 2019 auf den ersten Aufruf gemeldet und sind seither mit dabei und haben geduldig die Verschiebungen abgewartet um nun die ersehnten Bäume pflanzen zu dürfen. Anne-Gaëlle, die eine Patenschaft im Namen ihres Patenkindes übernommen hat:

„Ich finde Bäume einfach toll, sie strahlen Ruhe und Beständigkeit aus, ernähren uns, reinigen die Luft und spenden Schatten auch noch. Es ist auch eine starke Symbolik, einen Baum für ein Kind zu pflanzen und mir war wichtig, dass meine 5-jährige Patentochter bei der Pflanzung dabei ist und dazu beiträgt. So soll ihr Respekt von dem Leben in allen seinen Formen beigebracht werden. Und ich will unbedingt gegen die Betonisierung der Stadt beitragen! Mehr Platz für Menschen und Bäume!“

Die über 20 Obstbaumpat*innen wurden durch einen Aufruf der Agenda Favoriten gefunden. Abstimmungen, Kontakt und verschiedene Aktionen wurden gemeinsam mit der Obststadt veranstaltet und auch die Pflanzung mit organisiert:

“Wir kennen einige der Pat*innen seit Herbst 2019 und kooperieren seit dieser Zeit mit der Obststadt. Ich freue mich sehr, dass die Bäume endlich gepflanzt werden konnten und die Geduld der Pat*innen belohnt wird. Was wäre, wenn die Favoritnerinnen und Favoritner beim Spaziergehen ihr gesundes Obst selbst von den Bäumen pflücken könnten? Die Pat*innen und die Obststadt tragen nun dazu bei”, Katja Arzberger, Büroleiterin Agenda Favoriten.

Sichtlich Freude hatten auch Favoritens Bezirksvorsteher Marcus Franz und Gemeinderat und Landtagsabgeordneter Josef Taucher bei der Pflanzung. Mit viel Elan und Energie pflanzten sie eigenhändig mehrere Bäume:

„Diesen Samstag wurde Favoriten ein bisschen grüner. Ich habe am Wienerberg eigenhändig einen Obstbaum gepflanzt – zusammen mit engagierten Bürger*innen und Baumpat*innen. Die Früchte vom Obstgarten, der so zwischen Friedrich-Adler-Weg und dem Hugo-Meisl-Weg erblühen wird, sind natürlich für alle erntbar. Die 20 neu gesetzten Bäume am Wienerberg werden außerdem ihren Beitrag für ein ökologisches und klimafittes Favoriten leisten.“ Marcus Franz, Bezirksvorsteher Favoriten.

„Das Projekt ist deshalb so besonders, weil es die Wienerinnen und Wiener mit frischen Früchten versorgt. Gleichzeitig erfahren die Bewohner*innen, wie Obst wächst, wann es reift und geerntet werden kann. Geerntet wird übrigens nach dem Fair Use Prinzip – jeder nimmt nur so viel Obst mit, wie er in einer Hand tragen kann“, so Josef Taucher, der die Obststadt Wien 2018 mitinitiiert hat und seither unterstützt.

Die Pflanzung wurde in enger Kooperation mit den Forst- und Landwirtschaftsbetrieben der Stadt Wien organisiert. Diese sind begeisterte Partner und Unterstützer des Konzepts der Obststadt. Regine Anninger, Forst- und Landwirtschaftsbetrieb der Stadt Wien:

“Es war wirklich eine Freude, gemeinsam mit unseren Nachbarn vom Erholungsgebiet zu arbeiten, die Wertschätzung für die Obstbäume und für die gemeinsame Sache zu spüren. Die Bäumchen wurden so gewissenhaft und mit so viel Liebe gepflanzt, ich freu mich, sie wachsen zu sehen."

Gemeinsam mit Baumexpert*innen der Obststadt werden die Bäume von den Pat*innen gepflegt und werden bald für einen sehr vielfältigen Obstsalat sorgen.

“Es klingt wie im Paradies. Lustwandeln durch die vielen Grünflächen der Stadt Wien, und sich Obst von den Bäumen pflücken zu können. Eine schöne Vision, wo wir stolz drauf sind, dass wir mit dem Wienerberg dazu beitragen können. Es ist eine Freude zu sehen, dass Artenvielfalt und Ernährung so hohen Stellenwert bei unseren Nachbarn und Erholungssuchenden haben! Danke.”, Regine Anningers Blick in die Zukunft.

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