Sportkegeln
Vom Arrestraum bis zur Kegelbahn

Johannes Neubauer setzt auf den Nachwuchs. So kommen Kinder hier regelmäßig zum Schnupperkegeln.
  • Johannes Neubauer setzt auf den Nachwuchs. So kommen Kinder hier regelmäßig zum Schnupperkegeln.
  • Foto: Pufler
  • hochgeladen von Karl Pufler

In der Keplergasse befindet sich eine kleine, gut versteckte Kegelbahn. Vom Sportkegeln bis zu Anfängern können hier alle dem Sport frönen.

FAVORITEN. Gleich neben der Polizei-Inspektion in der Keplergasse befindet sich der Eingang zu einer Kegelbahn. "Früher war hier eine Polizeikaserne", weiß Johannes Neubauer, der Leiter der Sportgruppe Favoriten PSV Wien.

Wo heute mit einer Kugel nach den Kegeln geworfen wird, befanden sich ursprünglich Arrestantenräume. Im Hof gab es auch Einstellplätze für die Pferde, die anno dazumal bei der Polizei Usus waren.

Fichte im Innenhof

Heute ist der Innenhof ein kleines Juwel: Hier können sich die Kegler von ihrer Anstrengung im Schatten einer Fichte, von Blumen umgeben erholen. Und die beiden Kegelbahnen können sich sehen lassen: "Es gibt keine Kegelbuam mehr", scherzt Neubauer. Das waren Knaben, die die umgefallenen Pins wieder aufstellten. "Die Burschen damals blieben in späterer Zeit als Kegler mit dabei", weiß der Favoritner.

Zum Kegeln kam er zufällig: Er saß mit einem Freund beim Wirten. Mit den Worten "Ich habe heute ein Match", brach Neubauers Freund auf. "Ich war neugierig und wollte mir das Kegeln einmal anschauen", erinnert sich der Hobbysportler. Und seitdem ist der Favoritner bei diesem Sport geblieben.

Achte WM-Teilnahme

Den Verein in der Keplergasse übernahm er, als die Polizeikegler ganz nach Kagran übersiedelten. Heute kann hier jeder diesem Sport nachgehen. "Aber Achtung: Der Kegelvirus ist ansteckend", weiß der 62-Jährige. Auch seine Kinder hat er von dem Sport begeistert. Seine Tochter Nathalie ist unter den Top-Keglern Österreichs: "Sie fährt heuer bereits zu ihrer achten Weltmeisterschafts-Teilnahme", erzählt der Vater stolz.

Der Sportkegelklub Favoriten ist größer, als er aussieht. So kommen rund 300 Kegler hierher, und rund 250 Veranstaltungen, wie etwa das Ferienspiel, finden in der Keplergasse statt.

Alle Neune für Kinder

Ein besonderes Augenmerk legt Neubauer inzwischen auf die Nachwuchsarbeit. So finden regelmäßig Schnupperstunden für die Kleinen statt. Dabei müssen sie nicht mit der 2,9 Kilo schweren Kugel spielen. Es gibt insgesamt drei verschiedene Größen: 1,9 Kilo für Kinder bis 14 Jahre und 2,3 Kilo für 15-Jährige und älter.

Selbstverständlich begrüßt das Team um Johannes Neubauer gerne neue Mitglieder. Der Beitrag kostet 16 Euro monatlich. Gruppen können die Kegelbahn auch für einen Abend mieten, so der Leiter. Wer sich dafür interessiert, oder beim Spanferkelessen am Samstag, 22. Juni, dabei sein möchte, meldet sich beim Vereinsleiter Johannes Neubauer unter info@psvwien10.at

Zur Sache

Schnupperkegeln kann man wieder am Samstag, 29. Juni 2019, von 14 bis 17 Uhr in der Keplergasse 10. Rutschfeste Sportschuhe bitte mitbringen. Infos: info@psvwien10.at

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