11.10.2014, 08:16 Uhr

Mehr Mut zu Jesus!

„Entschuldigung, dass ich Christ bin“, hörte ich, liebe Freunde, vor einigen Tagen noch jemand sagen und fast konnte man in den letzten Jahren in der EU den Eindruck gewinnen: „Ja, Christ sein ist nicht mehr in“.

Dabei gehören hier in Österreich 41 Prozent der österreichischen Bevölkerung dem römisch-katholischen Glauben an, gibt es eine ganze Menge von Protestanten und Freikirchenchristen und auch wenn dies selten erwähnt wird: Die meisten Zuwanderer aus den Ostländern der EU, Bulgaren, Rumänen, Ungarn, Tschechen, Slowaken, Polen etc. sind Orthodox oder römisch-katholisch. Defakto also auch Christen.

Das ist auch der Grund, warum ich mich jedes Mal dagegen verwehre, wenn diese Menschen in einen Topf geschmissen werden und man ihnen nachsagt, sie wären „grundsätzlich kriminell“. Häufig sind sie deutlich besser christlich erzogen. Und: Gibt es bei uns, ehrlich gefragt, nicht auch Kriminelle?

Nicht zu vergessen die zahlreichen Christen, die zu überhaupt keiner Konfession mehr gehören. Gläubig sind, aber keinen Nahekontakt zu den Kirchen pflegen.

„Entschuldigung, dass ich Christ bin“, genau diesen Eindruck könnte man gewinnen, wenn man sich anschaut, dass man von öffentlicher Seite immer wieder darüber nachdenkt, die Kreuze aus Schulen und Kindergärten verschwinden zu lassen, Die Adventkränze entfernt, Die christlichen Feiern wie Nikolaus abschaffen will und vieles andere und dann in der Folge so tut als wäre dies eine Folge der Trennung von Staat und Kirche. Als ob im Kindergarten oder den Schulen die politischen Entscheidungen getroffen würden.

„Entschuldigung, dass ich Christ bin“, müsste wohl auch der Gastronom sagen, der erst kürzlich verurteilt wurde, weil er den Eindruck hatte, dass ein Kopftuch nicht in seinen Betrieb passen würde. Ja, abzuwarten, ob nicht das Arbeitsgericht letztlich den Unternehmer dazu verpflichtet: Weil diese Person ein Kopftuch trägt muss sie aufgenommen werden.

Nichts gegen Kopftücher, denn wie ich dies in einem anderen Artikel schon erwähnte, so hat auch Paulus die Frau zum bedecken des Haares aufgefordert, wenn sie vor Gott tritt, aber: Irgendwie sollte ein jeder Unternehmer das Recht haben, seinen Gastronomiebetrieb so zu gestalten, wie er ihn geplant hat.

Ich weiss ja nicht, um welche Art des Betriebes es sich in diesem Fall handelte, aber:

Auch ich empfände es als ein wenig eigenartig, wenn man mich plötzlich im Heiligenkreuzer Hof, also dem Gasthaus des Stifts Heiligenkreuz mit Kopftuch bedient. Es gibt eben auch Orte und Anlässe, wo das Kopftuch nun einfach einmal nicht passt.

„Entschuldigung, dass ich Christ bin“ und das ich daher einige Bedenken dazu äussere, ob es denn tatsächlich Artikel 18 der allgemeinen Menschenrechtscharta entspricht, wenn sich heute der Christ beinahe überall dafür entschuldigen muss, Christ zu sein, seinen Glauben also immer öfter in Frage gestellt sieht.

Und weil ich für die Wahrung der Menschenrechte bin, daher rufe ich alle Christen auf:

Mehr Mut zu Jesus! Du Jesus braucht Dich.

Denn wie heisst es in der Bergpredigt:

Mt 5,13
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.


Und:

Matth. 5,14-16
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.15 Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind.16 So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.


Amen.
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