01.12.2017, 12:44 Uhr

Die Geschichte der Menschheit

Wolfgang Hingst ist leidenschaftlicher Favoritner und Autor.

Auch in der Pension kann es der ehemalige Journalist Wolfgang Hingst nicht lassen und verfasst Bücher über die Geschichte der Welt. In seinem aktuellen Buch "Der zweibeinige Affe" beschäftigt er sich mit der Menschwerdung.

"Immer noch lerne ich" - der Titel einer der letzten Zeichnungen Goyas, die einen  Greis auf zwei Stöcken zeigt, ist das Motto von Wolfgang Hingst.

"Ich interessiere mich nach wie vor für viele Dinge, obwohl ich schon in Pension bin. Das Schreiben von Büchern ist ein Luxus, den ich mir in der Pension leiste. Auch wenn meine arme Frau mir oft beim Schreiben über die Schulter schaut und fragt, ob ich mich nicht auch mal mit ihr beschäftigen will", lacht der Historiker und ehemalige Journalist.

Er ist überzeugt davon, dass lebenlanges Lernen Demenz vorbeugt und fit hält. Und so sind von ihm heuer bereits zwei Bücher bei Morawa erschienen: "Grundlinien für ein neues Weltbild" und "Der zweibeinige Affe".

Affen-Gott auf zwei Beinen

"Begonnen habe ich zuerst mit 'Der zweibeinige Affe', doch dann habe ich mir gedacht, eigentlich muss ich grundsätzlicher anfangen. Und so ist zuerst das Buch 'Grundlinien für ein neues Weltbild' erschienen. Da fange ich mit dem Beginn der Welt an. Es geht auch viel um Quantenphysik", so der Favoritner.

'Der zweibeinige Affe' ist die Fortsetzung. Mit dem war ich dann schneller fertig, weil ein Drittel ja schon vorhanden war. Das Buch ist aktueller geworden, als ich mir vorerst gedacht habe. Denn vor Kurzem hat ja der türkische Präsident Erdogan die Evolutionsthoerie in den Schulen vom Unterrichtsplan gestrichen. Es ist interessant: Die Wissenschaft sagt, dass der Mensch ein Affe auf zwei Beinen ist. Die Religion behauptet, dass er Gottes Ebenbild ist. Was ist dann die logische Schlussfolgerung? Richtig: Dann wäre Gott ein überdimensionaler Affe. Tatsache ist, dass Mensch und Affe gemeinsame Vorfahren haben, die sich vor 16 bis sieben Millionen Jahren getrennt haben", so Hingst.

Fortsetzung ist in Arbeit

Auch eine Fortsetzung hat der 79-Jährige schon in Arbeit. "Ich kann es einfach nicht lassen. Das nächste Buch, eine chronologische Fortsetzung der beiden anderen, beginnt bei der  Neolithischen Revolution. Nach Ende der Eiszeit von etwa 12.000 Jahren hat sich der Mensch vom Jäger und Sammler zum Bauern und Viehzüchter entwickelt. Ich bin überzeugt davon, dass es da einen Zusammenhang mit dem Ende der Eiszeit gibt", so Hingst.

Obwohl die Bücher jeweils eine Fortsetzung des vorigen sind, kann man jedes für sich lesen. "Das Lesen meiner Bücher soll Freude machen. Ich schreibe sie für mich und alle, die wach sein und die Welt verstehen wollen", so Hingst.

"Der zweibeinige Affe" von Wolfgang Hingst ist im Verlag Morawa erschienen. Es kostet 20,99 Euro und ist etwa auf www.mymorawa.com zu bestellen.
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