11.11.2016, 14:19 Uhr

Expedithalle bleibt der Kultur

Der industrielle Flair wurde erhalten: Geschäftsführer Titus Berchtold (l.) #+und Andreas Hintennach mit Kulturmanagerin Sandra Broeske.

Ankerbrotfabrik: Im Februar startet das Kulturzentrum mit Industrieflair neu durch.

FAVORITEN. Fast ein Jahr lang dauert schon der Umbau der Expedithalle. Zeit genug, dass sich im Grätzel Gerüchte um die neue Nutzung breit machten, nachdem die Freie Christengemeinde die Halle gekauft hatte.

Die bz hat nachgefragt: "Die Expedithalle soll auch in Zukunft Heimat für Veranstaltungen, Kunst wie Theater, Konzerte und auch Seminare sein", so Kulturmanagerin Sandra Broeske.

Ehrenarbeit für die Kunst


Bis Februar wird noch an der Erneuerung der Halle gearbeitet. Dabei wird der industrielle Flair erhalten bleiben. Neu wird die Technik wie Licht und Ton.

"In Zukunft kann man die Halle nicht nur leer mieten, sondern auch die Tonanlage und das Licht mitleasen. Man muss aber nicht", so Geschäftsführer Titus Berchtold. Gemeinsam mit seinem Kollegen Andreas Hintennach führen sie ehrenamtlich die Expedithallen-GmbH. "Hier entsteht etwas Großes. Da wollten wir unbedingt dabei sein und mitgestalten", so die beiden Manager unisono.

Neuigkeiten im Detail

Die erste Änderung sieht man im Eingangsbereich: Glastüren laden ein. Im Foyer geht es dann in drei Seminarräume und in den Veranstaltungsbereich. Seminare und Kongresse können hier abgehalten werden. In der Halle ist Platz für rund 1.000 Besucher mit Sitzplatz. Eine erhöhte Bühne ist vorhanden und eine Galerie bietet weiteren Platz für 80 Zuschauer.

Durch eine bessere Abdichtung und Heizung ist die Halle zukünftig das ganze Jahr über bespielbar. Mit der verbesserten Akustik lassen sich hier auch Konzerte problemlos und mit Top-Tonqualität abhalten.

Designmärkte und mehr

Nebenräume wie Küche oder ausreichend Toiletten sind nun endlich vorhanden. Man sei auch mit Designmärkten und dem Mondscheinbazar in Verhandlung. "Auch ein Streetfood-Festival könnte wieder kommen", so Broeske. Genaueres möchte sie erst sagen, wenn die Verträge unterschrieben sind.

Fix vermietet sind die Sonntage: Da ist die Freie Christengemeinde in der Halle, um ihren Gottesdienst zu feiern. "Allerdings gibt es Ausnahmen, um etwa Märkte übers Wochenende abhalten zu können", so die Geschäftsführer. Die Halle werde nicht mit christlichen Symbolen geschmückt, so die Betreiber.

Ziel sei es, dass sich die Expedithalle mit den Veranstaltungen aus Kunst, Kultur und Wirtschaft selbst trägt. Und natürlich zu einem Markenzeichen für Favoriten wird.

Zur Sache

Die Freie Christengemeinde ist eine staatlich anerkannte Kirche. Entstanden ist sie aus der Täuferbewegung während der Reformation. Sie finanziert sich aus freiwilligen Spenden. Infos: http://www.fcg-wien.at
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Martin Weber aus Favoriten | 16.11.2016 | 15:38   Melden
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