22.10.2016, 00:00 Uhr

Favoriten: Albtraum Wasserschaden

In ihrer Küche fängt Zyhra Osaj das tropfende Wasser in einem Plastikbehälter auf.

In der Wohnung der Familie Osaj tropft Wasser von den Wänden. Der Grund für den Schaden ist schwer zu finden, die Behebung dauert Monate.

Familie Osaj ist verzweifelt: Seit Monaten tropft Wasser in ihrer Wohnung in der Moritz Seeler Gasse 3 von den Wänden. Im Bad, in der Küche und im Wohnzimmer ist es feucht.

"Wir sind im März in die Wohnung eingezogen und zwei Wochen später hat es angefangen zu tropfen", so Zyhra Osaj. Mehrmals kamen Handwerker und Betreuer von Wiener Wohnen, aber keiner konnte den Schaden reparieren.

"Mein achtjähriger Sohn Arian ist seit Wochen krank, hustet und hat Fieber. Wir haben auch ein ärztliches Attest, dass er vermutlich von der Feuchtigkeit in der Wohnung krank geworden ist", so Osaj.

Tropfen im Sekundentakt

Der Wasserschaden ist massiv: Im Sekundentakt tropfte es anfangs von der Wand.
Nach einigen Reparturversuchen von Experten hat sich die Situation etwas verbessert.

Aber es tropft immer noch: "In der Küche habe ich eine Plastikdose stehen, die das Wasser auffängt. Inzwischen ist die ganze Küche schon kaputt", so die dreifache Mutter.

Suche nach Ursache

Vor ein paar Wochen dachten alle, der Schaden wäre behoben. "Bei der Wohnung oberhalb hat der Installateur festgestellt, dass der Überlauf kaputt ist. Das wurde repariert", so Renate Billeth von Wiener Wohnen.

Wie sich später herausgestellt hat, was das nicht das einzige Problem. "Es hat nachher wieder heruntergetropft", so Osaj.

Mittlerweile waren mehrfach Handwerker in der Wohnung. "Das ist schwierig für uns, weil wir alle arbeiten, mein Mann, ich und meine erwachsenen Söhne. Ich arbeite in einem Hotel, ich kann nicht einfach so Zuhause bleiben. Auch, wenn mein Sohn krank ist", so Zyhra Osaj.

Als vorerst letztes "Team" waren ein Installateur, ein Spengler und ein Betreuer von Wiener Wohnen da. "Es wurde nun noch ein Hauptwasserstrang abgedichtet. Wir hoffen, dass das die Ursache des Schadens war. Es tut uns auch leid, dass es so lange gedauert hat. Es war aber schwierig, die Ursache zu finden", so Billeth. Als Trostpflaster könne die Familie aber eine Mietminderung für die Zeit des Schadens beantragen und wird sie auch bekommen.

Um die Mauer wieder trocken zu legen, werden Trockenmaschinen in der Wohnung der Osajs aufgestellt. In zwei, drei Wochen soll die Wohnung dann trocken sein – wenn keine weiteren Probleme auftreten.

Die Kosten für die Schäden an den Wänden und Böden übernimmt Wiener Wohnen. Für die Küche, die ebenfalls unter dem Wasser gelitten hat, ist die Haushaltsversicherung der Familie zuständig.
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