16.10.2014, 14:34 Uhr

Favoriten: Der gute Hirte von der Heiligen Familie

Im Juni 2013 kam Pater Matthias Felber aus Afrika zurück und übernahm die pastoralen Aufgaben in der Pfarre Zur Hl. Familie.

Seit einem Jahr ist Pater Matthias Felber Pfarrprovisor der Kirche am Puchsbaumplatz und seit Juni auch Dechant von Favoriten.

Matthias Felber wurde 1967 im Salzburger „Stille Nacht“-Ort Oberndorf geboren und wuchs mit fünf Geschwistern auf einem Bauernhof auf.
„Ich stamme aus einer gläubigen Familie. Aber meine spirituelle Berufung hat sich ganz von alleine eingestellt.“ Er war begeisterter Ministrant und trat vor 25 Jahren in den Orden der Steyler Missionare in Mödling ein. Nach dem Studium und der Priesterweihe 1995 arbeitete er zehn Jahre lang als Kaplan und Schulseelsorger in der Pfarre Bischofshofen.

Fremde Welten erleben

„Der Missionsgedanke hat mich nie losgelassen, weshalb ich 2005 nach Ghana ging.“ Siebeneinhalb Jahre lang hat er dort Pfarren aufgebaut, neue Strukturen geschaffen, Katecheten ausgebildet und war bei den Menschen draußen, um ihnen nahe zu sein.
„Ich bin dankbar für diese schöne Zeit. Sie hat mich tief in die Menschen und ihre für uns fremde Kultur hineinschauen lassen. Ich habe große Spiritualität und Gottgläubigkeit erlebt. Die Großfamilie und der Zusammenhalt hat für diese Menschen eine Bedeutung, die uns Wohlstandsbürgern längst verloren gegangen ist.“

Von Afrika nach Favoriten

Im Juni 2013 kam Pater Matthias Felber aus Afrika zurück und übernahm die pastoralen Aufgaben in der Pfarre Zur Hl. Familie. Er beobachtet das Pfarrleben „mit aktiver Sorge über das Diesseits hinaus“ und will seiner Gemeinde jene Werte vermitteln, die er in den Jahren in Ghana täglich erleben durfte: Respekt für Gott und alle Mitmenschen, das Bedürfnis, das Gesicht des anderen zu wahren, ein Miteinander, auch unter schwierigen Bedingungen, zu leben.
In seinem neuen, zusätzlichen Amt des Dechant von Favoriten sieht er sich als Sprachrohr aller katholischen Kirchen im Bezirk, die er nach außen hin vertritt und als Problemlöser bei internen Beschwerden.

Krimis und Kino

Ja, ein Pfarrer hat auch ein Privatleben, wenn auch selten, wie Pater Matthias Felber zugeben muss. Er liebt Krimis, schaut gerne Tatort oder österreichische Krimi-Serien. Manchmal schafft er auch einen Kinobesuch, wie zuletzt in „Monsieur Claude und seine Töchter“. Ein bezaubernder Film, in dem unterschiedliche (Glaubens)Welten und Generationen aneinander krachen, die Probleme aber mit Charme und Verständnis gelöst werden. Und er liebt Krimis. Sein momentaner Lieblingskrimi: „Kalter Weihrauch“ von Marlene Faro. Und noch ein Hobby: Er geht gerne in die Berge, vor allem in Südtirol. Seine Lieblingsgegend: Das Gardatal.
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