24.12.2017, 23:47 Uhr

...und was ich mir wünsche?

(Foto: Foto Borbala Vegh - Budapest, Ungarn)
Was ich wünsche und auch beeinflussen kann, indem ich z.B. zur Wahl gehe, meine Stimme hören lasse, Leserbriefe schreibe, mit anderen diskutiere usw., schreibe ich nicht her, sondern tue es.
Ich schreibe bloß her, was ich leider nicht beeinflussen kann, aber vielleicht liest es jemand, den doch gerade diese paar Zeilen beeinflussen...
Ich wünsche mir Erwachsene, die mit ihren Kindern sprechen, anstatt mit ihrem Smartphone. Ich wünsche mir Erwachsene, die mit ihren Kindern – aber auch alleine – nicht diagonal über die Kreuzung gehen. Ich wünsche mir Eltern, die ihre plärrenden Kleinkinder nicht beschimpfen oder ihnen schnell aus Verlegenheit etwas Süßes in den Mund stopfen, sondern verstehen, dass das Kind bloß ein Zeichen gibt: Es ist ihm langweilig, weil keiner mit ihm spricht. Es genügt, beim Straßenbahnfenster oder in der Warteschlange dem Kind zu erzählen, was da zu sehen ist. Die Aufmerksamkeit ist gleich fokussiert, das kleine Hirn angeregt, der Wortschatz wächst – und nicht die Angst vor einem Großen, der plötzlich aus rätselhaften Gründen keppelt oder einem den Mund mit Süßem vollstopft. Ich wünsche mir Erwachsene, die Vorbilder sind: nicht rauchen, nie angetrunken sind, ruhig und in ganzen Sätzen sprechen und nicht nur mit Kindern, sondern auch mit anderen Erwachsenen respektvoll umgehen.
Ich wünsche mir nicht wenig, und ich bin beim Wünschen hartnäckig.
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werner lahner aus Penzing | 25.12.2017 | 00:37   Melden
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Petra Maldet aus Neunkirchen | 25.12.2017 | 00:59   Melden
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