30.06.2016, 10:18 Uhr

Unfall: In 47 Minuten bis in den OP

Dr. Christian Fialka, ärztlicher Leiter des Unfallkrankenhauses Meidling, in einem Schockraum.

Das Meidlinger Krankenhaus liegt mit der Versorgung der Schwerverletzten im Spitzenfeld.

MEIDLING. 1.500 Schwerverletzte im Jahr werden im Unfallkrankenhaus (UKH) versorgt. Wenn der Notfall eintritt, dann ist Schnelligkeit wichtig.

"Man spricht von der goldenen Stunde des Schocks", so Christian Fialka, ärztlicher Leiter des UKH Meidling. Nach den ersten 60 Minuten nach einem Unfall greifen Maßnahmen nicht mehr, die während der ersten Stunde das Leben retten können.

In Meidling dauert die Erstversorgung im Schnitt 47 Minuten. "Ein Spitzenwert", so Fialka. Zum Vergleich: Im Europa dauert die durchschnittliche Erstversorgung 13 Minuten länger.

90 Christophorus-Einsätze

Schwerverletzte werden direkt in den Schockraum gebracht. Hier findet man alles, was nötig ist, um den Patienten am Leben zu erhalten und zu stabilisieren. Wie in "Grey’s Anatomy" sind zahlreiche Spezialisten gleichzeitig tätig, um den Schwerverletzten am Leben zu erhalten.

447 derartige Fälle wurden 2015 im UKH Meidling registriert. 326 Schwerverletzte wurden von Krankenwägen, 90 vom Rettungshubschrauber eingeliefert. Die Schwerverletzten werden mit eigenen Notaufzügen in die Schockräume gebracht. Hier läuft die Stoppuhr, bis der Patient stabilisiert wird. Auch CT- und Röntgen-Aufnahmen werden bei Bedarf gemacht. Um den hohen Standard zu halten und noch auszubauen, werde regelmäßig trainiert, so Fialka.

In der Intensivstation stehen schließlich zwölf Betten zur Verfügung. Acht davon sind Kojen, in denen die Patienten rundum betreut und beobachtet werden können.

Sanierung abgeschlossen

Rechtzeitig zum 60. Jahrestag der Eröffnung des UKH Meidling wurde auch die Generalsanierung abgeschlossen. 14 Jahre lang dauerte die Modernisierung bei vollem Betrieb.

Zur Sache

Das Unfallkrankenhaus Meidling in Zahlen (Stand 2015):
76 Ärzte
290 Pfleger
62 Medizinisches Personal
144 Verwaltungspersonal
150 Betten
7.580 stationäre Fälle
52.095 stationäre Pflegetage
65.851 ambulante Fälle
4.180 Operationen
377.577 Laboruntersuchungen
268.236 Röntgenuntersuchungen
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Renate Blatterer aus Favoriten | 03.07.2016 | 23:50   Melden
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Martin Weber aus Favoriten | 05.07.2016 | 01:32   Melden
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