26.01.2018, 13:37 Uhr

Wien-Favoriten: Erste Erfolge für den neuen Bezirkschef

Den Bahnhof für Fernbusse konnte Marcus Franz bereits verhindern. Nun stehen die Buslinien im Süden am Programm. (Foto: Christian Husar)

Fernbus-Terminal, U1-Verlängerung und 12-Stunden-Tag: Nach 100 Tagen im Amt zieht Bezirksvorsteher Marcus Franz seine erste Bilanz.

FAVORITEN. Seit 27. September 2017 ist Marcus Franz (SPÖ) der neue Bezirksvorsteher von Favoriten. Er startete seine erste Amtsperiode mit einem Knall: "Mit mir gibt es keinen Busbahnhof am Verteilerkreis", stellte er sich gegen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou.

Dass er damit auch die Interessen der Favoritner vertrat, zeigte die kürzlich abgehaltene Bürgerinformation zu diesem Thema. Dabei konnte Franz konkretisieren: "Die Vizebürgermeisterin schaut sich inzwischen nach alternativen Standorten um."
Auch bei den Ersatzpflanzungen am Alten Landgut weiß er Positives zu berichten: "Sobald ein Projekt realisiert wird, werden sie stattfinden. Vorher macht es keinen Sinn."

Nachjustierung bei Bussen

Das Tempo, das der 46-Jährige bei Amtsantritt vorgelegt hat, scheint er auch weiterhin zu halten. So nimmt er schon das nächste Problem in Angriff: Die neu geordneten Buslinien im Süden Favoritens.

"Wir haben den Wiener Linien bereits die Sorgen der Menschen mitgeteilt", so Franz zur bz. Im Februar werde er sich mit den Vertretern von Bus und Bim zusammensetzen, um eine Lösung zu finden, zeigt sich der neue Vorsteher zuversichtlich. Dass nur jede zweite U1 bis nach Oberlaa fährt, sieht er hingegen mit Gelassenheit: "Es gibt da keine Taktverschlechterung zum 67er." Er ist auch davon überzeugt, dass mit einer vermehrten Nutzung der Linie auch der Takt verdichtet wird, wie es schon bei der Seestadt Aspern gehandhabt wurde.

Von 9 bis 21 Uhr

Obwohl Marcus Franz schon seit 2001 im Bezirksrat tätig ist, hat ihn das Arbeitspensum als Vorsteher überrascht: "Mein Tag beginnt um 9 Uhr mit dem ersten Termin", verrät er der bz. Nach Hause kommt der Patchwork-Familienvater erst nach 21 Uhr. Für die Familie ist jedenfalls der Sonntag und, so weit es geht, der Samstag reserviert. Da er sein ganzes Leben in Favoriten verbracht hat, wird "der Neue" immer wieder auf der Straße erkannt.

"Die Menschen sind dann oft auch überrascht, dass ich mir Zeit nehme, um mit ihnen zu sprechen und mir ihre Sorgen anhöre", so Franz. "Ich hebe mein Handy ab, wenn es läutet, und habe noch meine alte Nummer. Mir ist der Kontakt zu den Menschen wichtig."

In seinen ersten 100 Tagen kann Marcus Franz schon eine gute Zwischenbilanz vorzeigen: So hielt er bei 16 Events die Eröffnungsrede, hatte vier Fototermine, 13 Interviews für Zeitung, Radio und TV und absolvierte Antrittsbesuche bei drei Stadträten und fünf Vorsteher-Kollegen. 

Zur Person

Marcus Franz (46) lebt mit der Kinderkrankenschwester Andrea in Favoriten. Neben seinem leiblichen Sohn Lucas (18) ist er noch Vater für Andreas (16) und Adam (13). 1995 trat er der SPÖ bei. 2009 wurde er zum Bezirksgeschäftsführer der SPÖ Favoriten gewählt.
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
1 Kommentarausblenden
608
Robert Wallner aus Leopoldstadt | 02.02.2018 | 14:52   Melden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.