10.11.2017, 22:56 Uhr

NR Preiner: Für gesundes Essen ohne Gift – SPÖ fordert nationalen Pestizidreduktionsplan

Künftiger Landwirtschaftsminister soll gemeinsam mit Umwelt-NGOs Plan ausarbeiten und Verzicht von Pestiziden garantieren
Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Abgeordneten nützten die erste Nationalratssitzung der neuen Legislaturperiode, der künftigen Bundesregierung die Hausaufgabe „Gesundes Essen ohne Gift“ in Form eines Entschließungsantrags mitzugeben. Angesichts der dramatischen Auswirkungen auf die Umwelt und die Artenvielfalt aufgrund des Pestizideinsatzes in der Intensivlandwirtschaft fordert der SPÖ-Parlamentsklub eine geänderte Vorgehensweise für die neue GAP-Periode sowie einen nationalen Pestizidreduktionsplan als Sofortmaßnahme. „Ein nationaler Pestizidreduktionsplan muss her!“, so SPÖ-Abgeordneter Erwin Preiner und weiter: „Die nächsten Verhandlungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union müssen dafür genützt werden, dass der Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden eine Bedingung für die Abrufung von umweltbezogenen Agrarfördermitteln ist“, so SPÖ-Abgeordneter Erwin Preiner, der gemeinsam mit den Abgeordneten Cornelia Ecker, Markus Vogl und Gabriele Heinisch-Hosek diesen Entschließungsantrag in der heutigen Sitzung eingebracht hat. ****

Neben der Koppelung der umweltbezogenen Agrarfördermittel an die Pestizidfreiheit fordern die Abgeordneten auch die verstärkte Förderung für die biologisch wirtschaftenden Betriebe. „Generell sollen Förderungen nur vergeben werden dürfen, wenn den festgelegten Nachhaltigkeitskriterien entsprochen wird“, so Preiner. Bienengefährliche Pflanzenschutzmittel sowie Mittel mit krebserregenden Wirkstoffen sollen schnellstmöglich aus dem Verkehr gezogen werden. Es gehe der SPÖ vor allem darum, den Menschen die Sorge zu nehmen, dass noch immer krebserregende Wirkstoffe im Umlauf sind. „Die SPÖ nimmt die jüngsten Studien sehr ernst, wonach es einen dramatischen Verlust von Fluginsekten gibt“, so Preiner. „Daher werden wir dem künftigen Landwirtschaftsminister genau auf die Finger schauen, welche Ziele in der neuen GAP-Periode verhandelt werden und ob er sofort aktiv die Umwelt-NGOs miteinbeziehen wird“, so Preiner.

Der Entschließungsantrag ist unter folgendem Link abrufbar:
http://tinyurl.com/ydah3jre (Schluss) bj/rm/mp
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