02.12.2017, 00:00 Uhr

Handballerinnen suchen eigene Halle

Die Handballerinnen des HVW suchen eine neue Heimhalle, um wieder Meisterschaft spielen zu können. (Foto: HVW)

In Favoriten fehlt eine Turnierhalle. Handball Obmann Walter Flöck legt ein Konzept vor.

FAVORITEN. Vor zehn Jahren gründete Walter Flöck den Handballverein HVW. Die Damen-Kampfmannschaft spielte in der Meisterschaft und rund 130 Kinder trainierten regelmäßig.

"Heuer mussten wir den Betrieb einstellen", ärgert sich der Favoritner. Grund waren aber weder Mitgliederschwunde oder fehlende Finanzen, sondern die nicht vorhandenen Hallen. "Wir mussten schon davor an wechselnden Standorten trainieren und unsere Heimspiele austragen", meint Obmann Flöck.

Pendeln durch ganz Wien

So mussten die Kinder und Trainerinnen oft durch ganz Wien pendeln. Da war die Fahrt manchmal genauso lang wie das Training. "Am besten wäre eine Halle in Favoriten", so der Obmann. Schließlich kommen die meisten Spielerinnen und Kinder aus dem Zehnten. Das einzige Problem: Es gibt keine freien Hallen – und schon gar keine, die für einen Wettkampf tauglich wären.

Dabei hat Flöck mit seinem Team schon ein internationales Handball-Turnier ins Leben gerufen: die Centropa Trophy. Bereits zweimal matchten sich Wiener Teams mit internationalen Mannschaften. Das größte Problem dabei war einmal mehr, Veranstaltungsorte zu finden.

Flöck sucht nun nach einer Halle, in der er seinen Traum erfüllen kann. Er hat auch schon ein Konzept erstellt, in dem er die Finanzierung, die Jugendarbeit und auch das Finden der Sponsoren berücksichtigt hat. Sein Traum ist ein Sport-Cluster für das südliche Wien und das angrenzende Niederösterreich.

Multifunktionshalle fehlt

Unterstützung bekommt der Sportfunktionär von Favoritens Bezirksvorsteher Marcus Franz. Er kämpft bereits dafür, dass Favoriten eine wettkampftaugliche Sporthalle bekommt. "Wenn man die Region im Süden von Wien zusammenrechnet, dann sprechen wir von rund 500.000 Menschen", rechnet Franz die Notwendigkeit einer solchen Arena vor.

Als Standort schwebt ihm das Stadterneuerungsgebiet bei Rothneusiedl vor oder in Oberlaa bei An der Kuhdrift, wo bereits Sportflächen in Betrieb sind. Hier möchte der Bezirksvorsteher eine Multifunktionshalle. Und diese könnte für den HVW und die Damenhandballerinnen ein neues Heimstadion sein, das alle Stückerln spielt.

Die Zeichen für ein neues Sportzentrum stehen nicht so schlecht. Das Sportamt prüft zurzeit den Bedarf, vor allem in der ehemaligen Golfhalle in der Gutheil-Schoder-Gasse.
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