"Auf der Heidi"

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Das „Kasermandl“ Ferdl Gollob zählt sieben Jahrzehnte. Für die WOCHE-Leser zieht er seine erfolgreiche Bilanz.

Ein schlimmer Unfall sollte das Leben des Volksmusikers Ferdl Gollob (70) maßgebend beeinflussen. „Ich kam mit vier Jahren mit der Hand in die laufende Futtermaschine und verlor dabei zweieinhalb Finger. Und das war mein Glück, weil sonst wäre ich wie meine Brüder Holzknecht“, erinnert sich Gollob.

Er erlernte in einem Kaufhaus in Ettendorf (Lavanttal) den Kaufmannsberuf. Nach der Lehre verschlug es den jungen Musiker in eine Papierfabrik nach Frastanz/Vlbg., wo er sich an der gesunden Hand verletzte. So kam er wieder zurück zu seinem Beruf. Sein Chef, ein „Konsum“-Filialleiter, war leidenschaftlicher Gitarrespieler. „Der weckte in mir die Freude an der Gitarre. Ich kaufte eine Gitarre und brachte mir das Spielen bei“, erinnert er sich. Das nötige Plättchen hält er mit den verbliebenen Fingern.
Den ersten großen Auftritt hatte der Jung-Gitarrist im Café Lorena in Alberschwende mit den „3 Lorenas“. Später ging es weiter als Profi mit den „Kitzecker Musikanten“. „Damals hatte ich schon eine Gage von 10.000 Schilling im Monat“, sagt Gollob. Die ganz große internationale Karriere begann 1969 mit Partner Klaus Kofler als „Klaus & Ferdl“ sowie später als „Kasermandln“.

Die erste Goldene Schallplatte gab es für „Ein Abend auf der Heidi“. „Die Tiroler Tageszeitung schrieb damals: ,Schmutziges Plattengold‘ oder die ,Sauwaschl von Tirol‘“, lacht Gollob heute noch darüber. 24 weitere Goldene Schallplatten sollten noch folgen. Auftritte mit Humorlegenden wie Fritz Edtmeier und Herbert Hiesel waren keine Seltenheit. Gespielt hat das Duo im ganzen deutschen Sprachraum. Nach einem Streit ging es 1988 auseinander. Heute sind die zwei „wieder gut“.

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