Der Perchtenschnitzer ist ein Orgelbauer

Der gelernte Orgelbauer Harald Hofer ist Geburtshelfer zahlreicher Masken.

Von PETER KOWAL

Mit der Herbstzeit beginnen die heimischen Perchtengruppen mit dem Aufrüsten. Neues Outfit, neue Maske, jeder will für eine Überraschung sorgen. Einer, der dafür sorgen kann, ist Harald Hofer aus Patergassen, der seine Werkstatt in Wietweg hat.

Gelernter Orgelbauer
Sein erlernter Beruf hat wenig mit seinem jetzigen zu tun. Harald Hofer (33) ist nämlich ein gelernter Orgelbauer. Er kann Klavier spielen und liebt deshalb auch die klassische Musik. Doch seinen Beruf Orgelbauer übt er schon lange nicht aus. „Es ist nicht leicht einen Job als Orgelbauer zu bekommen, deshalb habe ich umgesattelt und bin Maskenschnitzer geworden“, erklärt Hofer.

Zirbenholz ist das beste
Mit Holz kennt er sich aus, entstammt er doch einer Tischlerfamilie. „Zum Maskenschnitzen eignet sich am besten frisches Zirbenholz. Es ist leicht und weich beim Schnitzen, da geht das Messer hinein wie bei einer Butter“, erklärt Hofer. Zwischen drei und fünf Kilogramm wiegt eine fertige Maske. „Früher einmal hatten sie ein Gewicht von 15 kg aufwärts“, weiß der Schnitzer zu berichten.
Die Preise der Masken gehen von 500 Euro aufwärts. Lediglich die Kindermasken haben mit 350 Euro einen festen Preis. Rund vier Tage benötigt Hofer für eine Maske. Hofer schnitzt jedoch nicht nur neue Masken, sondern er repariert auch alte Masken und gestaltet sie auf Wunsch neu.

Wolfsmasken sind beliebt
Jede Maske ist eigentlich ein Unikat, auch wenn die Gruppen dasselbe Motiv verwenden. „Masken müssen markante Züge haben, sie sind immer schaurig und stellen bei den Motiven Menschen und auch Tiere dar. Dabei sind Wolfsgesichter am beliebtesten“, so Hofer. Eine Herausforderung sind neben dem Gesichtsausdruck die Augen, Frisuren und natürlich die Hörner. „Wir verwenden keine echten Hörner. Sie werden von einem Profi gegossen“, erklärt der Schnitzer. Die größte Gruppe die Hofer ausgestattet hat, zählte 29 Perchten und der jüngste Kunde war erst vier Jahre alt. Die Masken aus dem oberen Gurktal werden in ganz Österreich, Deutschland, Schweiz, Slowenien und Italien getragen. „Allein in Tarvis gibt es fünf und in Udine sechs Perchtengruppen“, erzählt Hofer.
Selbst ist Hofer elf Jahre bei der Perchtengruppe Lendorf mitgelaufen. Mittlerweile fehlt dem Schnitzer die Zeit dazu.

Autor:

Peter Kowal aus Feldkirchen

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