Die Banane trotzt der Kälte und dem Frost

<f>Naturgärtner Michael Wedenig</f> hat in seinem Garten mehrere Pflanzen gesetzt. Jetzt sind die Früchte erntereif
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Experimentierfreudige Hobbygärtner aufgepasst: Die Indianerbanane ist eine exotische Alternative.
SONNRAIN (fri). Wenn der Herbst mit kühlen Temperaturen ins Land zieht, dann ist Erntezeit. Dabei denkt man in erster Linie an Äpfel, Birnen, Zwetschken, Nüsse und Co. Nicht so in der Naturgärtnerei Wedenig in Sonnrain. Dort wird jetzt die Indianerbanane geerntet. Klingt seltsam, ist es aber nicht, da der Baum absolut winterhart ist. Heuer hat es der Wettergott mit den exotischen Früchten, die auch für unsere Breiten geeignet sind, besonders gut gemeint. "Damit die Früchte gut ausreifen, braucht die Indianerbanane einen langen, warmen Spätsommer", sagt Naturgärtner Michael Wedenig. "Der richtige Erntezeitpunkt ist gekommen, wenn sich die Schale gelbgrün verfärbt. Da nicht alle Früchte gleichzeitig reif werden, sind mehrere Pflückdurchgänge nötig." 

Gesunde Inhaltsstoffe

Die Indianerbanane hat, nach Angaben des Naturgärtners, mehrere Vorteile auf ihrem Haben-Konto zu verbuchen. Sie bringt wertvolle Früchte hervor und sorgt außerdem im Garten für Vielfalt und Zierde. So soll die Frucht laut Untersuchungen ungesättigte Fettsäuren, Proteine und verschiedene Mineralstoffen wie Kalzium, Kalium und Eisen enthalten. Sie liefert außerdem Vitamin E und ihr Vitamin C-Gehalt soll sogar höher als der eines Apfels sein. US-Forscher haben zudem festgestellt, dass die Früchte eine krebshemmende Wirkung besitzen. Wegen ihres Nährwerts und ihrer gesunden Inhaltsstoffe wurde die Indianerbanane schon von den nordamerikanischen Indianern geschätzt.
Tipp: Wenn Sie die Früchte im Kühlschrank lagern, können Sie den Reifeprozess verzögern.

Früchte und bunte Blätter im Herbst

Die Indianerbanane wird von den nordamerikanischen Indianern Pawpaw (gesprochen "Paupau") genannt und gehört zur Gattung der Rahmapfelgewächse (Annonaceae). Der laubabwerfende, bis acht Meter hohe Baum stammt aus dem östlichen Nordamerika. Er wächst mit rund 30 Zentimetern pro Jahr relativ langsam und trägt große, gut 20 Zentimeter lange, längliche Blätter mit goldgelber Herbstfärbung. Die purpur- bis rostroten Glockenblüten mit leicht nach außen umgebogenen Blütenblättern erscheinen im Mai und besitzen mehrere Fruchtknoten. Die Früchte reifen von August bis Oktober. Sie sitzen quirlartig an kurzen Fruchtstielen und lassen sich im reifen Zustand durch leichtes Drehen vom Baum lösen.

Zur Sache

Die längliche Frucht erinnert mit ihrer glatten, grüngelben Schale eher an eine Papaya und besitzt gelbes, cremiges Fruchtfleisch. Die Indianerbanane ist innen mit großen scheibenförmigen, braunschwarzen Kernen durchsetzt und erinnert geschmacklich an einen tropischen Fruchtcocktail aus Banane, Ananas, Mango und Vanille.
Das Fruchtfleisch ist sehr weich und wird mit einem Löffel ausgeschabt.

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