Infrastruktur
Digitaler Wasserkataster für Feldkirchen

Die Ausschuss-Mitglieder mit Wasserreferent Vizebürgermeister Siegfried Huber (4. v. r.) vor einer Sitzung
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  • Die Ausschuss-Mitglieder mit Wasserreferent Vizebürgermeister Siegfried Huber (4. v. r.) vor einer Sitzung
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Seit Kurzem verfügt die Stadtgemeinde Feldkirchen über einen digitaler Leitungskataster. Mehr als eine halbe Million Euro wurde investiert.

FELDKIRCHEN. In jahrelanger Kleinarbeit haben Mitarbeiter des Wasserwerks Feldkirchen Daten und Fakten gesammelt und gebündelt weitergegeben. Leitungen wurden geortet und Hauptleitungen vermessen, dazu gibt es Informationen zu Hausanschlussleitungen, Armaturen und Anlagen als Ergänzung sowie Angaben von Leitungsdimensionen, Material und Baujahr der Leitungen.

Ist-Zustand wird gezeigt

Jetzt ist das Ergebnis in Form des digitalen Wasserkatasters sichtbar. "Im digitalen Wasserkataster ist der Ist-Zustand festgehalten", sagt Wasserreferent Vizebürgermeister Siegfried Huber. "Damit ist auf einen Blick ersichtlich, wo und in welcher Dimension Leitungen verlaufen und wie alt diese sind. Alle Mitarbeiter des Wasserwerks wurden mit Tablets ausgestattet und haben Zugriff auf den Kataster." Das sei nicht nur im Schadensfall – zum Beispiel bei einem Rohrbruch – hilfreich, sondern auch im Zuge neuer Flächenwidmungen. 

Regelmäßige Wartung

"Sollte es zu einem Rohrbruch kommen, dann wissen die Mitarbeiter sofort, wo sich die Schieber zur Absperrung befinden. Und wie jeder weiß, zählt im Falle eines Wasserschadens jede Sekunde", betont Huber. "Zudem gibt der Kataster Auskunft über Alter und Dimension der Leitungen. Das ist einerseits bei der Widmung neuer Flächen wichtig, andererseits bei Sanierungsmaßnahmen, die sehr oft parallel mit Straßenprojekten durchgeführt werden." Mit den Daten über jeweilige Standorte von Hydranten wird auch die Freiwillige Feuerwehr versorgt. 
Um voll funktionsfähig zu sein, muss der digitale Leitungskataster auch regelmäßig gewartet werden. "Die aktuellen Daten werden gesammelt und sollen periodisch in das System eingespielt werden. Wir sind als Stadtgemeinde Erhalter des Leitungssystems bis zur Wasseruhr in den Haushalten."

Überblick über das Leitungsnetz

Hydraulische Modellberechnung des Bestandes dienen dem Nachweis der Leistungsfähigkeit des Netzes und bilden die Grundlage für die Ausarbeitung von Verbesserungs- und Erweiterungsmaßnahmen. "Zum Beispiel wurden die Neckheimstraße, Feldkirchen Nord oder die Gurktaler Straße auf Grundlage dieser Berechnungen dimensioniert und adaptiert", sagt Vizebürgermeister Siegfried Huber.
Da die Gemeinde grundsätzlich auch für den Feuerlöschschutz zuständig ist, werden alle Hydranten im Versorgungsnetz einschließlich der Hydranten der Wassergenossenschaften Tiffen und Nadling überprüft.
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Zahlen & Fakten

Länge Hauptleitungen: 232,29 km
Länge Hausanschlüsse: 84,43 km
Gesamte Netzlänge: 316,72 km
Einzelne Elemente: 6.222 Stück Schieber, davon 3.968 Stück Hausanschluss-Schieber, 18 Stück Druckreduzierschächte und 317 Stück Hydranten
Baubeginn: 10. März 2012
Fertigstellung: 31. August 2020
Kosten für gesamtes Projekt: ca. 510.000 Euro

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