Direktvermarktung kommt "auf Schiene"

Stefanie & Gundolf Natmeßnig bewirtschaften einen Hof in St. Stefan. Ihr Ziel: Viele Lebensmittel selbst zu produzieren
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ST. STEFAN (fri). In St. Stefan, über Feldkirchen, ist bäuerliche Idylle noch so, wie man sie aus Prospekten kennt. Hühner scharren in der Wiese, die Kühe grasen auf der Weide und auf dem Acker wachsen Erdäpfel.

Da kommt es her

Für Gundolf und Stefanie Natmeßnig steht die Versorgung mit eigenen Produkten ganz oben auf der Prioritätenliste. Gerade sind sie dabei einen Raum für die Direktvermarktung, die im Sommer beginnen soll, einzurichten. Ab dann werden Joghurt, Butter, Topfen, Hühnerfleisch sowie Eier direkt ab Hof verkauft. "Für die Eier haben wir schon eine Selbstentnahme-Box installiert", erklärt Gundolf Natmeßnig. "Das kommt bei den Kunden sehr gut an und die frischen Eier können jederzeit geholt werden." Vor eineinhalb Jahren hat er mit seiner Frau den elterlichen Betrieb übernommen und auf "Bio" umgestellt. "Meine Eltern haben den Hof schon immer naturnahe geführt und viele Produkte selbst hergestellt. Jetzt sind wir in der Umstellungsphase."

Erster Versuch

Schon längere Zeit experimentiert Stefanie Natmeßnig mit Rohmilch. "Unsere Söhne essen gerne Joghurt. So habe ich begonnen das Naturprodukt selbst herzustellen. Es hat schon etwas gedauert, ehe sich der gewünschte Erfolg eingestellt hat", schmunzelt die Bäuerin. Nachdem die Familie und sie das Cremejoghurt für gut befunden hatten, war die Einreichung zur Käseprämierung eigentlich nur der nächste Schritt. "Ich wollte wissen, wie das Produkt bewertet wird und ob die Qualitätsstandards, die wir anlegen, in Ordnung sind. Dass wir gleich eine Goldmedaille bekommen haben, hat uns fast umgehauen. Die Freude ist riesengroß und Ansporn weiterzumachen."

Direkt vom Hof

So wollen die Vollblut-Landwirte ihre eigenen Lebensmittel weiterverarbeiten. "Unser Ziel ist es die Produkte zu veredeln. Auf diese Weise bleibt der Wertschöpfungskreislauf erhalten und das Wissen, dass man gesunde Nahrungsmittel isst, steigert nicht nur für uns den Genuss." Schon im kommenden Jahr will Natmeßnig auf einem Acker Roggen anbauen. "Im Zuge des Umbaus wird auch ein Brotbackofen errichtet. Dann wollen wir aus eigenem Getreide Brot backen", sagt der Bauer, streichelt seiner Kuh übers Fell und genießt einen Löffel Joghurt.

Leben mit dem Kreislauf der Natur

Zwölf Milchkühe – Pinzgauer, Braun- und Fleckvieh – sowie 100 Legehühner, Masthühner und andere Kleintiere leben am Hof der Natmeßnigs.
Eier werden schon jetzt via Selbstentnahme-Box ab Hof verkauft. Nach der Fertigstellung des Raumes für die Direktvermarktung wird es auch Butter, Joghurt, Topfen, frisches Hühnerfleisch und in Folge Brot geben.
Nach und nach wollen die Landwirte ihre Produkte Kunden zugänglich machen.

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