Umweltschutz
Gemeinde Steindorf: Keine Chemie dafür Bienentankstellen!

Bienentankstelle: Beim Zugang zum Kindergarten in Bodensdorf wurde ein entsprechender Blühstreifen vorbereitet
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Die Gemeinde Steindorf verzichtet auf Glyphosat-Einsatz und richtet Bienentankstellen ein.

STEINDORF (fri). Grünraumpflege ist in allen Gemeinden ein Thema. Vielfach werden Spritzmittel eingesetzt, die einerseits die Arbeit der Mitarbeiter erleichtern sollen, andererseits auch das Wachstum der Pflanzen an unerwünschten Stellen verhindern oder zumindest verzögern.

Bewusster Verzicht

Vielfach handelt es sich dabei um Herbizide, die Glyphosat enthalten. Das ist in der Gemeinde Steindorf anders. Dort wird seit drei Jahren bewusst auf den Einsatz von Spritzmittel verzichtet. "Bei der Grünraum-Pflege wird komplett auf Spritzmittel verzichtet", sagt Bürgermeister Georg Kavalar. "Wir seit dem Jahr 2017 bei Greenpeace als glyphosatfreie Gemeinde vermerkt." Die Pflege wird von den Bauhof-Mitarbeitern händisch und mit entsprechendem Werkzeug wie Trimmer & Co. durchgeführt. "Sowohl für unser Grundwasser als auch für den Ossiacher See wirkt sich der Verzicht auf Spritzmittel ganz sicher positiv aus", ist der Bürgermeister überzeugt. "Vielleicht ist nicht immer jede Kante frei von Pflanzenbewuchs, aber es ist doch schön, wenn sich die Natur ihre Freiräume sucht und diese auch findet."

Futter für Bienen

Unter diesem Aspekt wurde in der Gemeinde mit der Pflege der öffentlichen Park- und Gartenanlagen sowie mit der Bepflanzung der Blumenbeete begonnen. Und auch hier geht Kavalar neue Wege. "Im heurigen Jahr werden erstmals sogenannte ,Bienentankstellen‘ an diversen Plätzen im Gemeindegebiet entstehen."  
Die Mittel dafür, rund 5.000 Euro, wurden im letzten Gemeinderat bereits vorgesehen und die entsprechenden Flächen von rund 300 Quadratmetern wurden bereits adaptiert. "Wir haben Bienentankstellen an mehreren Standorten eingerichtet. Bei der Zufahrt zum Kindergarten, im Kurpark, bei der Ortseinfahrt (Urbaniwirt) sowie am Marktplatz."

Mehrjährige Pflanzen

Heuer wurde der Boden bearbeitet und mehrjährige Blütenpflanzen wurden gesät. In den kommenden Wochen wird mehrmals gejätet und bei Bedarf gegossen. "Im Herbst, nachdem die Pflanzen die Samen ausgeworfen haben, wird erstmals gemäht und im kommenden Jahr sollten die bunten Blumen Bienen & Co. anlocken", freut sich der Bürgermeister über Biodiversität in seiner Gemeinde.
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Zur Sache

Glyphosat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Phosphonate. Es ist die biologisch wirksame Hauptkomponente einiger Breitband- bzw. Totalherbizide und wurde in den 1970er-Jahren als Wirkstoff unter dem Namen Roundup zur Unkrautbekämpfung auf den Markt gebracht.

Autor:

Isabella Frießnegg aus Feldkirchen

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