Handke, der unfreiwillige 68er

„Ich atme, wo ich bin. Manchmal kann ich nirgendwo atmen, manchmal überall“, sagt Peter Handke zur Wahl seines Lebensmittelpunkts Frankreich. Geduldig signiert der Autor sein aktuelles Buch „Immer noch Sturm“
  • „Ich atme, wo ich bin. Manchmal kann ich nirgendwo atmen, manchmal überall“, sagt Peter Handke zur Wahl seines Lebensmittelpunkts Frankreich. Geduldig signiert der Autor sein aktuelles Buch „Immer noch Sturm“
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Der von Slowenischem Kulturverband und Zentralverband slowenischer Organisationen ins Leben gerufene „Vinzenz Rizzi-Preis“ wurde Anfang Dezember an den Schriftsteller Peter Handke verliehen. Damit werden Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Einhaltung der Minderheitenrechte besonders verdient gemacht haben.
Die Verleihung „ist der Versuch einer slowenischen Verneigung, das Zeichen unser aller Hochachtung vor Handkes Werk“, schloss Schriftstellerkollege Florjan Lipu(s) seine Laudatio. „Bei kleinen Preisen weiß man, wer die Vergabe entscheidet“, begründete Handke seine aufrichtige Freude über den Rizzi-Preis. Umso mehr, da er zwar mit Slowenen aufgewachsen sei, aber „Ich war ja nie in dem Sinn Slowene wie ihr alle es hoffentlich immer bleiben werdet“.
„Auf der Suche nach sich selbst ist er Schriftsteller geworden, man könnte sagen, um das Leben auszuhalten“, beschreibt Lipu(s) die Triebfeder für Handkes Schaffen. Den Preis erhielt Handke nicht zuletzt für sein aktuelles Epos über die slowenischen Partisanen „Immer noch Sturm“ (Suhrkamp Verlag).
Angesprochen auf die aktuelle Kärntner Politik, entwirft Handke der WOCHE gegenüber sein Idealbild: „Manchmal ist man politisch, manchmal apolitisch. Das Schönste ist, wenn man apolitisch sein kann, wenn die Politik so gut ist, dass man sie nicht merkt. Das ist die ideale Politik: Wenn die Menschen endlich aufhören über Politik zu reden.“
„Ich hab sie immer gehassst, die 68er, nun bin ich selber einer“, kommentiert er sein Alter (geb. 6. 12.). Und zum Thema Biografie: „Das Leben, das fast jeder Mensch führt, ist so gewaltig“, und daher viel zu schade, sich mit der Biografie anderer zu beschäftigen.

Autor: Christian Lehner

Autor:

Vanessa Pichler aus Klagenfurt

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