In die Fußstapfen des Vaters

LAbg. Jutta Arztmann erzählt im WOCHE-Gespräch über ihren politischen Mentor.

Von PETER KOWAL

1995 war es, als LAbg. Jutta Arztmann (46) in die Fußstapfen ihres Vaters Herbert Arztmann trat und Gemeinderätin in der Gemeinde Ebene Reichenau wurde. „Da mein Vater gerne über Politik gesprochen hat, war ich von klein auf am politischen Geschehen interessiert.

Der Werdegang
Die Politikerin war eine von vier Töchtern im Haus der Tischler-Familie Arztmann. Nach dem Besuch der Volks- und Hauptschule schloss sie erfolgreich die HBLA-Klagenfurt mit der Matura ab. „Danach habe ich bei verschiedenen Firmen in den Marketingabteilungen gearbeitet“, erzählt Arztmann.
Nach 15 Jahren zog es die Politikerin 1994 wieder zurück in ihr Heimathaus nach Vorwald in der Gemeinde Ebene Reichenau. „Ich bin sehr heimatverbunden, deshalb habe ich immer Sehnsucht nach meiner Heimat gehabt“, erklärt die Politikerin. Wo sie seither mit ihrer Tochter Judith lebt. Die Geburt der Tochter war für sie auch eines der schönsten Erlebnisse.

Einzug ins Gemeindeamt
„Als alleinerziehende Mutter kann ich mich gut in die Belange der Frauen hineindenken und habe genug Bezug zu den verschiedensten Problemen der Frauen“, erzählt Arztmann. Bereits ein Jahr nach ihrer Rückkehr zog Arztmann in den Gemeinderat ihrer Heimatgemeinde ein.
„Für mich war es ein schönes Gefühl. Zum einen, weil ich in die Fußstapfen meines Vaters treten konnte und zum anderen, weil ich am 12. Jänner 1965 im Gemeindeamt zur Welt gekommen bin“, erzählt Arztmann von dem schönen Moment. Später bekam sie von der Partei einen Job in der FP-Landesparteizentrale. „Da konnte ich viel für meine heutige Funktion lernen. Ich kenne die Strukturen und Verbindungen von dem Klub bis hin in die Landesregierung“, erklärt Arztmann.
2009 wurde die Reichenauerin von Landeshauptmann Gerhard Dörfler in den Landtag geholt. Bereut hat Arztmann den Schritt nie: „Die politische Arbeit macht mir viel Freude, zumal ich als Frau voll akzeptiert werde. Deshalb mein Tipp an die Frauen, sie sollen sich mehr zutrauen, denn Frauen haben sehr oft mehr Gespür und sind in ihrer Arbeit konsequenter.“
Aus ihrer Arbeit schöpft die alleinerziehende Mutter auch die größte Kraft. „Es macht mich einfach stolz, dass so viele Menschen mir vertrauen. Deshalb will ich immer ein Bindeglied zwischen den Menschen und der Landesregierung sein.“
Zu ihren schlimmsten Erlebnissen zählt eine Hirnhautentzündung. „Das waren die schrecklichsten vier Monate meines Lebens. Ich konnte damals eine Zeit lang überhaupt nicht lesen und hatte Probleme zusammenhängend zu denken“, denkt die Politikerin noch mit Schaudern an diese Zeit zurück. Seither hört sie regelmäßig in ihren Körper hinein, „denn er kündigt bei bevorstehenden Krankheiten rechtzeitig Signale an“.

In der Freizeit in der Natur
Urlaub wird zumeist einmal im Jahr für ein paar Tage in Kroatien gemacht. „Da nehme ich an einer Busreise teil, weil so weit möchte ich nicht mit meinem Auto fahren.“ In der Freizeit heißt es relaxen beim Laufen oder Walken beim Höllenberg. „Ich gehe auch gerne wandern auf den Falkert“, so Arztmann. In der Freizeit gehören auch das Baden im Flatschacher oder Ossiacher See sowie ein Saunabesuch in Bad Kleinkirchheim dazu.
Vor vielen Jahren war Arztmann Sängerin bei einem Chor. Ein Hobby, das sie gerne wieder aufleben lassen möchte. „Unsere Familie ist sehr musikalisch. Tochter Judith spielt bei der Trachtenkapelle Reichenau die Klarinette. Leider hat sie jetzt auch wenig Zeit dazu, da sie in Graz studiert“, schließt Arztmann.

Autor:

Peter Kowal aus Feldkirchen

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