Impfen
Masern: Schutz mit zwei Impfungen

Zwei Masernimpfungen sind für den Impfschutz nötig
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Gesundheit: Zwei Masern-Impfungen sind notwendig, um einen richtigen Impfschutz zu erlangen.

BEZIRK FELDKIRCHEN (fri). Die Masernimpfung ist derzeit in aller Munde. Ob es allein beim Reden darüber bleibt oder die Menschen sich auch tatsächlich impfen lassen, darüber sprechen wir mit der Feldkirchner Amtsärztin Barbara Taschwer.

WOCHE: Wie schaut es mit der Impfbereitschaft in Feldkirchen aus?
Barbara Taschwer: Leider ist die Impfmüdigkeit sehr groß. Gerade bei der Masernimpfung sind, um einen vollständigen Schutz zu erreichen, zwei Impfungen notwendig. Rund 79 Prozent der Bevölkerung im Bezirk haben die erste Impfung, zur zweiten Impfung sind allerdings nur noch 59 Prozent gegangen.

Welche Personengruppe ist besonders betroffen?
Grundsätzlich kann die Krankheit jeden treffen. Besonders betroffen sind natürlich Kinder, weil ihr Immunsystem noch nicht so stark ist. Unser Appell richtet sich an alle Personen unter 50 Jahre. Diese Gruppe hat im Gegensatz zur 50+-Generation die Erkrankung nicht durchgemacht und ist somit nicht immunisiert.

Welche Nebenwirkungen der Impfung sind bekannt?
Es handelt sich bei der Masernimpfung um einen Lebendimpfstoff, daher ist ein „Überimpfen" nicht möglich. Natürlich können Nebenwirkungen auftreten – Fieber, leichter Ausschlag. Wir klären jeden, der zu uns kommt, vor der Impfung auf und die Impfung ist für alle Kärntner, die bisher noch nie oder erst einmal gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft worden sind, gratis.

Welche Auswirkungen können Masernerkrankungen nach sich ziehen?

Im Gegensatz zur weit verbreiteten Meinung, dass das Immunsystem gestärkt aus einer Erkrankung hervorgeht, wird es durch die Masern geschwächt. Immunzellen werden angegriffen, im schlimmsten Fall sogar abgetötet. Dadurch wird der Betroffene in diesem Zeitraum extrem anfällig für andere Krankheiten. Es kann bis zu drei Jahre dauern, ehe das Immunsystem wieder vollends hergestellt ist.

Welche Symptome treten bei einer Erkrankung auf?
Meist beginnt es mit Husten, Schnupfen und Fieber. Dann folgt ein großflächiger Ausschlag und in der Mundschleimhaut entstehen Flecken. Da die Erreger direkt übertragen werden, ist Kontakt mit Erkrankten zu meiden. Menschen, die nicht geimpft und in Kontakt mit einem Kranken gekommen sind, sollten danach zehn Tage lang öffentliche Plätze (Schulen, Arztpraxen, Behörden, ...) nicht besuchen.
Geimpft wird bei allen niedergelassenen Ärzten und bei uns am Gesundheitsamt in Feldkirchen. Impfzeiten: Dienstag 7.30 bis 12 Uhr, Donnerstag 7.30 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage: www.ktn.gv.at/impfen

Autor:

Isabella Frießnegg aus Feldkirchen

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