MIT VIDEO: Spezialeinheit übt im eiskalten Element

Ehe es in die Tiefe geht, muss sich der Taucher zuerst eine Minute lang an die Wassertemperatur gewöhnen
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  • Ehe es in die Tiefe geht, muss sich der Taucher zuerst eine Minute lang an die Wassertemperatur gewöhnen
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TURRACHER HÖHE (fri). Nur rund 50 Kampftaucher – darunter eine Frau – sind laut Angaben von Oberstleutnant Michael Novotny im Jagdkommando des Österreichischen Bundesheeres aktiv.
"Die Ausbildung ist sehr hart und dauert zwölf Wochen und alle Taucher durchlaufen dieses Training. Dazu gehört es zum Beispiel, dass jeder dieser Taucher mindestens 1,45 Minuten die Luft anhalten können muss", so Novotny. "Taucher sind auch bei den Pionierbataillonen sowie bei der Heerestruppenschule im Einsatz. Munition aus den Kärntner See wird ebenfalls von ihnen beseitigt."

Extreme Bedingungen

Die Übung auf der Turracher Höhe, die es schon seit einigen Jahren in dieser Form gibt, ermöglicht es das Tauchen unter extremen Bedingungen zu trainieren. "Wir haben hier extreme Witterungsbedingungen und befinden uns auf rund 1.700 Metern Seehöhe. Da herrschen natürlich andere Verhältnisse. Das Eistauchen fordert den Tauchern alles ab, denn man kann nicht beliebig auftauchen, sondern muss zum Eisloch zurückkommen.
Daher wird in solchen Situationen nur mit Sicherungsleine getaucht."
Im Rahmen der Übung wurden mehrere Einsatz-Szenarien angenommen: Zum einen musste eine vereiste Pumpe, die die Schneekanone mit Wasser versorgt, instand gesetzt werden. In einem anderen Fall wurde ein verunfallter Taucher mit Hilfe eines Rettungstauchers aus dem eiskalten Wasser des Turracher Sees geborgen.

Neue Technologie

Mit Hilfe von neuem Equipment wird die Sicherheit für die Taucher erhöht. Mittels spezieller Wärmeweste können Taucher künftig länger ohne Unterkühlung im Wasser bleiben. Eine ähnliche Funktion erfüllt auch das neue Kreislaufgerät, das ebenfalls im Turracher See getestet wurde. "Die Sicherheit und Gesundheit unserer Taucher hat Priorität. Darum ist es auch wichtig, dass wir unsere internationale Kooperationen erweitern und uns austauschen," betont Novotny.

Mit der Gefahr richtig umgehen

Auf der Turracher Höhe wird der Einsatz unter widrigsten Bedingungen – Eis, Kälte und Höhenlage – trainiert. 20 Personen nahmen an der zweiwöchigen Übung teil. Unter ihnen sechs Marinetaucher der deutschen Bundeswehr, mit der es eine Kooperation gibt.

Zur Sache: Jagdkommando

Das Jagdkommando ist die Spezialeinheit des Österreichischen Bundesheeres. Spezialkräfte sind speziell ausgewählte und ausgebildete Soldaten. Diese erfüllen ihre Aufgabe unter höchster körperlicher und geistiger Belastung.
Die Aufgaben des Jagdkommandos sind:
Spezialaufklärung – Aufklärung und Überwachung von Räumen, Objekten und Personen mit besonderer Bedeutung.
Kommandounternehmen – Festnahme von gesuchten Kriegsverbrechern sowie Gefangenen- und Geiselbefreiung von Österreichern auch in Krisen- und Kriegsgebieten
Militärische Unterstützung – Spezielle militärische Hilfeleistung auf Ersuchen von Partnern bzw. befreundeten Nationen.

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