"Musik fördert das demokratische Denken"

Horst Baumgartner kann seine organisatorischen Fähigkeiten für die Musik nutzen und damit Türen öffnen
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FELDKIRCHEN (fri). Ein Leben ohne Musik – für den Leiter der Musikschule Feldkirchen, Horst Baumgartner, undenkbar. "Ich bin mit Musik aufgewachsen, dass ich allerdings einmal meinen Lebensunterhalt damit bestreiten würde, war nicht immer klar."
Nach dem Abschluss der HTL für Hochbau in Villach fand Baumgartner eine Anstellung in einem Architektur-Büro. Beim anschließenden Grundwehrdienst war er bei der Militärkapelle, verpflichtete sich für drei Jahre und machte schließlich die Ausbildung zum Musiklehrer.

Organisatorisches Talent

Damit war der Weg für ihn vorgezeichnet. "Ich hatte immer schon ein organisatorisches Talent und das kam mir bei allen meinen Funktionen bisher zugute." Egal ob als Leiter der Musikschule, Obmann der Stadtkapelle Feldkirchen, Landesobmann des Kärntner Blasmusikverbandes oder Präsident des Österreichischen Blasmusikverbandes (ÖBV), Baumgartner kann und konnte sein verzweigtes Netzwerk stets gut für die Beteiligten nutzen.

Eine Plattform schaffen

"Mir ist es immer darum gegangen die bestmögliche Plattform für die Musikerinnen und Musiker zu schaffen", sagt er. Die positive Imagearbeit hat sich auch für die Musikschule bezahlt gemacht. Immerhin besuchten im vergangenen Schuljahr 732 Schüler (inklusive musikalische Früherziehung in ausgewählten Kindergärten) die Musikschule, um ein Instrument zu erlernen. 44 Musiklehrer sorgen dafür, dass auch Erfolge zu verbuchen sind.
"Ich denke, dass Musik den Teamgeist besonders stark fördert. Immer wieder hören wir, dass Kinder, die sich musikalisch engagieren, hohe soziale Kompetenz und Empathie mitbringen. Ich sage immer Musik fördert Demokratie", schmunzelt Baumgartner, "denn in einem Orchester oder einer Kapelle treffen Menschen verschiedener Alters- und Berufsgruppen aufeinander. Und man lernt zu verstehen, zu akzeptieren und als Team aufzutreten."

Türen öffnen

Dass aber Musik noch weit mehr kann und Menschen bis ins hohe Alter aktiv hält, auch davon ist er überzeugt: "In unserer Musikschule gehen Kinder ab dem Kindergartenalter bis zu Senioren weit über die 70 ein und aus."
Und wenn es ihm gelingt in seiner derzeitigen Funktion als ÖBV-Präsident noch ein paar Türen für die Musik zu öffnen, dann sieht er seine Aufgabe als erfüllt an.

Ein Leben mit Musik-Begleitung

Musikalische Laufbahn: Erster Klarinettenunterricht bei Vater Johann Baumgartner.
Später Studium am Kärntner Landeskonservatorium bei Prof. Alois Jäger.
Lehrgang für Gesangs- und Instrumentalpädagogik – Hauptfach Klarinette.
Lehrbefähigungsprüfung am 26. Mai 1987.
Abschluss Lehrgang zum Blasmusik-Kapellmeister am KLK am 05. Oktober 1984

Musikalische Tätigkeiten:

1976-1980: Kapellmeister der Trachtenkapelle Tiffen
1980-2014: Mitglied der Stadtkapelle Feldkirchen
1982-1985: Mitglied der Militärmusik Kärnten
1985-1997: Bezirksjugendreferent des Bezirkes Feldkirchen
1988-1994: Bezirkskapellmeister des Bezirkes Feldkirchen
Seit 1985 im Landesdienst: Musikschule Völkermarkt und Feldkirchen
1993-2008: Obmann der Stadtkapelle Feldkirchen
seit 1998 Landesobmann des Kärntner Blasmusikverbandes
seit Oktober 2001 Leiter der Bezirksmusikschule Feldkirchen
2007-2008 Vizepräsident des Österr. Blasmusikverbandes
2008-2009: Präsident des Österr. Blasmusikverbandes
2009-2010: Vizepräsident des Österr. Blasmusikverbandes
28.5.-17.6.2017: Vizepräsident des Österreichischen Blasmusikverbandes
seit 17.6.2017:Präsident des Österreichischen Blasmusikverbandes

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