Nadlinger Bürger sehen "rot"

Anrainer in Apetig bei Nadling, Gemeinde Steindorf, ärgern sich über Zufahrtsstraße.

Von ALEXANDER WABNIG
Tennisplatz oder Straße? – Das fragt man sich, wenn man auf einer Gemeindestraße in Nadling fährt. Der Weg bereitet Anrainer-Familie Pirker seit Jahren Probleme. Bei Tauwetter und nach Regenfällen verwandelt sich die Zufahrt in kaum befahrbares Gelände aus rotem Schlamm.
„Unsere Autos, die Einfahrt, einfach alles ist verdreckt“, klagt Gerhild Pirker. Seit fünf Jahren wohnt sie mit ihrer Familie in dem Haus mit der Anschrift Apetig 16. Probleme mit der Straße gab es von Anfang an. „Wir haben den Weg jedes Jahr mehrmals selbst mit einem Traktor etwas instand gehalten“, erzählt Pirker. Auch dieses Jahr musste der Traktor bereits zweimal anrücken.
Steckengebliebene Autos gehören für die Pirkers während der Tauwetterperiode zum Alltag. „Vor Kurzem ist die Müllabfuhr mit Müh und Not wieder rausgekommen“, schildert Tochter Katharina Pirker die Situation. Bitten an die Gemeinde blieben bisher erfolglos. „Wir schicken jedes Jahr ein Schreiben“, so Gerhild Pirker.
„Leider ist der Fehler schon vor mehr als zehn Jahren passiert“, gibt SP-Gemeindevorstand Isabella Penz, seit wenigen Monaten Straßenreferentin, zu. „Der Weg wurde mit völlig ungeeignetem Material ausgebessert, sodass er während der Tauwetterperiode fast unpassierbar wird.“
Der rote Tennissand scheint das Wasser zu binden und ein Durchsickern zu verhindern. Warum damals dieses Material für die Straße verwendet wurde, kann sich niemand erklären.

Sanierung kostet 8.000 Euro
Eine schnelle Lösung scheint derzeit nicht in Sicht. „Der Tiefbau-Sachverständige war vorige Woche vor Ort. Die Kostenschätzung für die notwendige Sanierung beläuft sich auf rund 8.000 Euro“, erklärt Penz. An und für sich keine große Summe; der Straßenreferentin stehen für das gesamte Wegenetz von 60 km aber nur 87.000 Euro zur Verfügung.
Bürgermeisterin Marialuise Mittermüller meint zur Thematik: „Dieser Weg ist schon lange im gleichen Zustand und als Problemfall bekannt.“ Auf die Frage, warum bislang nichts passiert ist, meint die Bürgermeisterin: „Ich bin dafür nicht zuständig.“

Autor:

Alexander Wabnig aus Feldkirchen

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
Die wichtigsten Nachrichten per Push Mitteilung direkt aufs Handy! Jetzt für Deinen Bezirk anmelden!

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.