Gemüsegarten
Ohne Wasser geht gar nichts

Simon, Anni und Michael Wedenig führen ihre Naturgärtnerei als Familienbetrieb
  • Simon, Anni und Michael Wedenig führen ihre Naturgärtnerei als Familienbetrieb
  • Foto: Wedenig
  • hochgeladen von Christian Lehner

Juniorgärtner Simon Wedenig gibt Tipps fürs richtige Gießen der Gemüsepflanzen.

FELDKIRCHEN (chl). "Regelmäßig zu gießen ist das um und Auf im Gemüsegarten", schickt Simon Wedenig, Juniorchef der Naturgärtnerei Wedenig in Feldkirchen, voraus. Klingt einfach und logisch, ist aber oft gar nicht so leicht einzuschätzen. Denn: "Zu viel ist gleich schlecht wie zu wenig."

Gefahr des Ersäufens

"Gerade im Sommer, wenn beispielsweise Tomatenpflanzen alles hängen lassen, besteht die Gefahr des Ersäufens und der Fäulnis der Pflanzen", gibt Wedenig zu bedenken. Für Tomaten, Paprika & Co. im Topf gilt als Faustregel mindestens einmal am Tag. Im Hochbeet hängt es vom Unterbau ab, ob ausreichend Wasser gespeichert wird. Im Freiland erübrigt sich das Gießen zumeist, hier macht das Erdreich den Unterschied: "Saftiger, lehmiger Boden hält die Feuchtigkeit besser als sandiger, durchlässiger." Für alle Varianten gilt daher: Der Fingertest gibt Klarheit.

Von unten gießen

Gegossen wird am Besten früh morgens, auf keinen Fall in der prallen Mittagshitze. Für Paradeiser, Chili und Co. gilt: immer von unten gießen!
"Salate wurzeln im Freiland recht tief und suchen sich sozusagen selbst das Wasser", informiert Wedenig. Daher gelten obige Tipps auch für Spinat, Kopf- und Zupfsalate sowie für alle anderen Gemüsearten, im Freiland, im Topf wie im Hochbeet. Das Gießen von unten ist ebenfalls bei so gut wie allen Gemüsearten von Vorteil.

Regenwasser nutzen

Ein weiterer Tipp: Gießen mit Regenwasser. Das Regenwasser wird von der Regenrinne abgeleitet und in einer Tonne oder einem Fass gesammelt. Abgesehen von der Wasserersparnis, bevorzugen Pflanzen das kalkarme Regenwasser. Wenn dies nicht möglich ist: Besser als mit kaltem Wasser direkt aus dem Schlauch zu gießen ist es, Leitungswasser stehen zu lassen, damit es sich erwärmen kann.

Seit heuer Bio-zertifiziert

Die Naturgärtnerei wird von Michael und Anni (Seniorchefs) sowie Simon Wedenig betrieben. In etwa zwei Jahren wird Simon den Betrieb übernehmen. "Seit heuer ist unser Gemüseanbau torffrei und Bio-zertifiziert. Wir bewirtschaften aber auch alles andere naturnahe und biologisch", informiert Wedenig. Insgesamt verfügt die Gärtnerei über rund 1,5 Hektar, ca. 2.500 Quadratmeter davon für den Gemüseanbau.

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