Trockenheit lässt die Bauern bangen

Forstwirtschaft klagt über Dürreperiode. Ackerflächen sind noch nicht bedroht.

Von ALEXANDER WABNIG
Ein trockener Winter neigt sich dem Ende zu. Für die Landwirte in Kärnten war er viel zu trocken.

Wälder viel zu trocken
Besonders dramatisch ist die Lage in den Wäldern: „Diese sind staubtrocken. Dadurch vermehren sich die Borkenkäfer rasend schnell“, klagt Siegfried Huber, Obmann des Bauernbundes Feldkirchen.
Feldkirchen zählt kärntenweit zu den waldreichsten Bezirken. Rund 63 Prozent der Region sind Wald. Hubers Aussage bestätigt auch Bundesforstinspektion-Bezirksleiter Günther Flaschberger: „Die Lage ist besorgniserregend. Wenn im März kein Regen kommt, haben wir zwischen 5.000 und 15.000 Festmeter Käferholz.“
Dieses Negativ-Szenario würde die Waldbesitzer empfindlich treffen. „Das Holz ist dann entwertet“, so Flaschberger. Mit einem Minus von rund 50 Prozent pro Festmeter sei zu rechnen.

„Sparkasse der Bauern“
Für viele Landwirte käme dies einer Katastrophe gleich. „Der Wald ist die Sparkasse der Bauern“, betont Siegfried Huber. Vom Teufel an die Wand malen raten sowohl Huber als auch Flaschberger ab. „Die Situation kann sich mit einem Schlag entschärfen“, so Flaschberger. Voraussetzung dafür: Niederschlag in den kommenden Wochen. Feuchtes Wetter würde dem Borkenkäfer zusetzen und für etwas Beruhigung sorgen.
Der Landwirtschaft im Bezirk macht die Trockenheit derzeit noch nichts aus. „Der Grundwasserspiegel ist zwar zu niedrig, aber jetzt schon von Ernteausfällen zu sprechen, ist noch zu früh“, meint Huber.

Entscheidende Phase
Baldiger Regen würde den Feldkirchner Ackerflächen dennoch gut tun. „Wenn im März kein Niederschlag kommt, wird es heikel“, so Huber. Allerdings: Zu viel Niederschlag auf einmal kann der vertrocknete Boden auch nicht aufnehmen. „Kontinuität ist wichtiger als die Menge“, erklärt der Feldkirchner Landwirt.
Vor Panikmache warnt der Landwirt aus Albern aber: „Die Situation ist sehr von Boden und Lage abhängig. Es ist schwierig, eine allgemeine Aussage für die ganze Region zu machen.“
Für das Wintergetreide stellt die momentane Trockenheit noch kein Problem dar. Anders sieht es allerdings beim Grünland und den Almen aus. Huber: „Wenn es Anfang des Jahres zu wenig Niederschlag gibt, erholt sich die Vegetation unterm Jahr nur schleppend.“

Ende Oktober 2011 hat es in Kärnten das letzte Mal flächendeckend geregnet.
20 bis 40 Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge sind bis März gefallen.
Solche Trockenperioden kommen alle zehn Jahre vor.
Der Borkenkäfer, auch Buchdrucker genannt, macht im Bezirk die größten Probleme.
Trockenes Wetter begünstigt dessen Wachstum.
Feuchte Lagen meidet das Tier.

Autor:

Alexander Wabnig aus Feldkirchen

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